Die Gemeinde Sympolitia

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Die Gemeinde Sympolitia

Golf und Hochgebirge in unmittelbarer Nachbarschaft Westlich von Peloponnes befindet sich die Gemeinde Sympolitia. Sehr gut zu erreichen ist Sympolitia über den Fährhafen von Patras. Richtung Korinth sind es von dort aus etwa 35 Kilometer. Zu empfehlen ist die Benutzung der alten Nationalstraße, die unmittelbar am Meer entlang führt. So spart man auch die Mautgebühr für die Autobahn. Sympolitia liegt in einer traumhaften Landschaft, die durch das Meer, die hohen Berge und ihre mediterrane landwirtschaftliche Nutzung geprägt ist. Tief dunkelblau leuchtet auf der nordöstlichen Seite der Gemeinde der Golf von Korinth und lädt zum Baden ein. 

 

Drei Badeorte sind das touristische Juwel

Das touristische Juwel der 1997 im Zuge der Gemeindereform ''Kapodistrias'' aus mehreren kleinen Ortschaften zusammengeschlossenen Gemeinde Sympolitia sind die drei Badeorte an der Küste: Akolis, Seliantika und Loggos. In Akoli, nur vier Kilometer von Aegion entfernt, werden Privatzimmer vermietet. Direkt am Strand gibt es viele Kaffees, Bars, Restaurants und Wassersportmöglichkeiten. In den Sommermonaten floriert hier ein richtiges Nachtleben.Nur wenige Kilometer von Akoli entfernt liegt Selianitika. Die touristische Entwicklung des Ortes begann in den 60er Jahren. In Selianitika, das am oberen Ortsrand auch eine kleine romantische Bahnstation hat, wo die Schranken am Bahnübergang noch immer vom Schrankenwärter per Hand betrieben werden, gibt es sowohl einige Hotels als auch Privatzimmer und sogar Sommerkinos. An der Strandpromenade liegen kleinere Hotels, viele Restaurants, Kaffeehäuser, Ouzerien, Tavernen usw. In den Sommermonaten ist auch hier bis spät in die Nacht einiges los. Griechische Touristen und Einheimische besuchen die Tavernen wegen der Qualität ihrer Speisen und Weine auch im Winter. Das ortsansässige Musikorchester (''Ellinikon Eidyllion'') veranstaltet klassische Musikkonzerte, Theater-Vorstellungen usw. Etwa zwei Kilometer hinter Selianitika, ebenfalls am Meer, liegt Loggos. Da es nur eine kleine Straße gibt, die an den Strand führt, und die Autos auf dem von Bäumen beschatteten Parkplatz des Ortes abgestellt werden müssen, ist dieser Strand besonders ruhig. Am Wasser findet man ebenfalls Privatzimmer, kleine Hotels und zwei, drei kleine Bars. Im Ort selbst gibt es neben den Kafenions auch traditionelle Tavernen, die stets frischen Fisch servieren. - Die Fischer am Strand sorgen für tägliche Lieferung. Am 26. Oktober findet in Loggos ein Kirchweihfest statt: das Fest des Heiligen Dimitrios. 

Über 2000 Meter ragen die Berge in den Himmel

Südwestlich hinter den Küstenortschaften steigt das mächtige Bergmassiv des Panachaikos in die Höhe. Der Erimanthos erreicht 2.221 Meter. Dem Besucher bietet sich also die Möglichkeit, einen beschaulichen Badeurlaub mit Ausflügen in die wilde Bergwelt und eventuellen Wanderungen zu verbinden. Und wer auf dem Weg in die Berge ist, der wird begeistert sein von der überwältigenden Schönheit dieser Landschaft. Zum Verschnaufen laden unterwegs etwa die Orte Mirovrisi, Lakka, Grigori oder Verino ein, wo man in den traditionellen Kafenions einen guten griechischen Kaffee oder auch einen Ouzo, oder einen Tsipouro, einen Tresterschnaps, serviert bekommt. Bekannt ist das Gebiet vor allem durch seine ausgezeichneten kleinen schwarzen Rosinen (Korinthen), die zu den besten der Welt gehören. Alle Ortschaften hier sind durch ihre ausgedehnten Korinthen-Plantagen gekennzeichnet, die nichts anderes als Weinberge sind, nur dass die schwarzen Trauben kleiner und süßer sind als Weintrauben. Vor allem im späten Sommer, wenn die Korinthen reifen, bzw. im September, wenn sie geerntet sind und zum Trocknen unter schattenspendenden Zelt-Überdachungen ausgebreitet wurden (früher wurden sie noch einzeln aufgehängt), durftet die gesamte Landschaft nach ihnen. In diesen Duft mischt sich der von Feigen, Zypressen, Thymian und anderen Kräutern. Vor allem auch das hier produzierte Olivenöl ist ausgezeichnet. Durch die bergige Lage bedingt sind die Felder der Bauern entsprechend klein. Die meisten Arbeiten werden noch mit der Hand ausgeführt, was aber auch mit den Eigenarten des Wein- bzw. Korinthenanbaus zusammenhängt, der die menschliche Arbeitskraft sehr intensiv beansprucht.

Mehr als 100 verschiedene wildwachsende Blumenarten

Abwechslungsreich für das Auge ist die Mischung aus Kulturpflanzen und üppiger Natur. Immer wieder stechen knochige Olivenbäume oder hochgewachsene Zypressen ins Auge. Hier wachsen mehr als 100 verschiedene wilde Blumenarten. Im Südwesten der Gemeinde stehen in den Bergen echte Tannenwälder.
In der Nähe des Dorfes Verino, oberhalb von Mirovrisi, sollte man auch das Frauenkloster  ''Agios Ioannis tou Theologou'' besichtigen. Von hier aus hat man einen einzigartigen Blick über die unter dem Kloster liegenden Dörfer mit ihren roten Ziegeldächern, auf die Rosinenplantagen, den Golf von Korinth bis hinüber zum Festland, wo das über 2.400 Meter hohe Vardousia-Gebirge herübergrüßt. Hier lohnt sich ein Fernglas. Die Nonnen des Klosters sind Besuchern gegenüber sehr aufgeschlossen und servieren gern einen griechischen Kaffee und Süßigkeiten (Loukoumi). ''Agios Ioannis tou Theologou'' wurde bereits im 16. Jahrhundert gegründet und vor einigen Jahren zu einem großen, burgartig anmutenden Komplex mit Fremdenzimmern ausgebaut.

Griechenland Zeitung

 

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