Euböa - Ein Portrait

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von Nadia-Alexia Challah Euböa – Traumhafte Natur für Entdecker Euböa ist mit ca. 3660 km² nach Kreta die zweitgrösste Insel Griechenlands.
riechenlands. Am prägnantesten auf Euböa ist die Naturvielfalt: üppige Vegetation durch dichte Wälder, fruchtbare Täler, Berglandschaften und faszinierende Schluchten sowie wild zerklüftete Steilküsten und weite Strände, die auf das tiefblaue oder smaragdgrüne Meer treffen. Neben lebhaften Küstenstädtchen gibt es abgeschiedene ursprüngliche Bergdörfer, gemütliche Fischerdörfchen sowie versteckte Klöster. Euböa ist wohl eine der letzten Inseln Griechenlands, die noch als wahrer Geheimtipp gilt. Trotz ihrer Grösse, guten Erreichbarkeit und faszinierenden Natur gibt es auf Euböa kaum Tourismus, wenn, dann sind es Griechen. Aufgrund ihrer Grösse und ihren zahlreichen sehenswerten Schönheiten lässt sich Euböa am besten motorisiert erkunden. Das meiste spielt sich auf Euböa an der Westküste ab, die Ostküste ist kaum bewohnt, da sie sehr wild und stark zerklüftet ist. Euböa ist ein Paradies für Urlauber, die aktiv die Schönheiten der Insel entdecken sowie den Reiz der Ursprünglichkeit geniessen möchten.


Historie
Die ersten Siedler auf Euböa waren u.a. die Thessalier und Thraker. Ca im 8. Jh. v. Chr. wurde die Insel von den Ioniern erobert, die sie zu einer grossen Handels- und Kolonialmacht machten. Später besetzten die Athener Euböa und wurden nur für eine kurze Zeit von den Persern vertrieben. Unter Philipp II. fällt Euböa dann um 220 v. Chr. an Makedonien. Später folgten die Römer, Franken und Venezianer. Ab 1470 herrschten die Türken und erst seit 1830 gehört Euböa wieder zu Griechenland.
Die Hauptstadt Chalkida
Mit rd. 60.000 Einwohnern gehört Chalkida zu den Großstädten Griechenlands. Der Kanal Euripus unterteilt die orientalisch angehauchte Hauptstadt in Festland und Insel wobei zwei Brücken das Festland mit der Insel verbinden. Die bedeutendste Sehenswürdigkeit ist die Festung Karababa. Sie wurde von dem Sultan Karababa um 1680 gebaut. Im Wald unterhalb der Festung befindet sich ein moderner Fremdenverkehrspavillon. Leider ist von der malerischen Altstadt Chalkidas kaum noch was erhalten. Durch den Ausbau der Meerenge Ende des 19. Jh. wurden grosse Teile der Altstadt zerstört. Zum gemütlichen Bummeln, Verweilen und Verköstigen lädt die Uferpromenade mit ihren zahlreichen Fischrestaurants, Cafés und Bars ein. Besonders am Wochenende geht es hier turbulent zu. Sehenswert ist zudem das archäologische Museum.


Landschaft, Orte und Strände
Um diese wundervolle grosse Insel hinreichend zu beschreiben unterteilt man sie am besten in drei Abschnitte (Norden, Mitte, Süden).


NORD - EUBÖA
Der wohl berühmteste Ort im Norden ist der Kurort Aedipsou. Der Kurort wurde schon von Plutarch sowie Aristoteles aufgrund seiner heissen, heilenden Quellen sehr geschätzt. Heute steht hier das grösste Hydro- und Physiotherapiezentrum Griechenlands. Zahlreiche Hotels, darunter auch das Luxushotel Thermae Sylla, in dem schon u.a. Onassis, Churchhill und Maria Callas gewohnt haben, bieten eine Herberge für die Heilsuchenden. Neben den Heilbädern laden auch zahlreiche - fast leere - Traumstrände zum Baden ein.

Für Naturliebhaber bietet das Landesinnere überwältigende Orte wie z.B. die Wasserfälle in Drymona, der versteinerte Wald in Kerassia sowie die Arapi Schlucht in der Nähe des Dorfes Agia Anna.
Ein Besuch des Wallfahrtsort Prokopi lohnt ebenfalls. Hier befindet sich die unverweste Leiche des heiligen Johannes von Euböa. Zahlreiche Gläubige suchen das ganze Jahr über diesen Ort auf, um dem Heiligen ihre Huldigungen darzubieten.
Limni. Wunderschön sind hier die vielen stattlichen Häuser aus dem 19. Jh.. Die Uferpromenade lockt mit ihren zahlreichen Tavernen und Cafés, von denen aus man einen phantastischen Sonnenuntergang bewundern kann. Badestrände gibt es in Limni kaum, dafür muss man leider etwas raus fahren.
Der schönste Ort im Norden ist das malerische Hafenstädtchen Limni. Wunderschön sind hier die vielen stattlichen Häuser aus dem 19. Jh.. Die Uferpromenade lockt mit ihren zahlreichen Tavernen und Cafés, von denen aus man einen phantastischen Sonnenuntergang bewundern kann. Badestrände gibt es in Limni kaum, dafür muss man leider etwas raus fahren.


MITTEL - EUBÖA
Mittel – Euböa stellt den breitesten Teil der Insel dar und ist ebenfalls sehr grün, dabei gibt es hier viele hohe Berge und Passstrassen. Kennzeichnend für diesen Teil der Insel ist eine ca. 50 km lange ununterbrochene Gebirgskette aus deren Mitte sich der höchste Gipfel der Insel, der Delphi, mit seinen 1.740 m. erhebt.
Im Landesinneren gibt es u.a. einen wunderschönen und sehr üppigen Wald in der Gegend von Steni. Ebenfalls in dieser Gegend befindet sich die sehenswerte Aghali Schlucht. Auf Rundfahrten entdeckt man zudem zahlreiche Klöster, Kirchen und Ausgrabungsstätten.
Wer das typisch griechische Dorfleben erleben möchte, der sollte das pittoreske Bergdorf Stropones besuchen. Umgeben von üppigem Grün liegt das Dorf, durch das mehrere Bächlein fliessen, an einem Berghang. In der Nähe von Stropones – an der Westküste – liegt der herrliche Strand Chiliadou.
An der Ostküste befindet sich die Stadt Eritria, die in der Antike eine der reichsten Städte Griechenlands war. Sehenswert sind die zahlreichen Ausgrabungsstätten sowie das archäologische Museum.
Weitere interessante Orte sind an der Ostküste die Hafenstadt Kimi, die mit einem herrlichen Blick auf die Ägäis aufwartet sowie an der Westküste die Gemeinde Amarinthos, von der aus man einen wunderschönen Blick über den südlichen Golf
Wer das typisch griechische Dorfleben erleben möchte, der sollte das pittoreske Bergdorf Stropones besuchen. Umgeben von üppigem Grün liegt das Dorf, durch das mehrere Bächlein fliessen, an einem Berghang. In der Nähe von Stropones – an der Westküste – liegt der herrliche Strand Chiliadou.


SÜD-EUBÖA
Der Süden von Euböa ist der schmalste und zugleich kargste Teil der Insel. Im Landesinneren befindet sich die sehenswerte alte Stadt Styra, die sich gut als Ausgangspunkt für Touren anbietet. An der ganzen südlichen Westküste entlang befinden sich Badeorte, die auch Übernachtungsmöglichkeiten bieten. Ganz im Süden liegt das beschauliche Hafenstädtchen Karystos mit der mittelalterlichen Burg Bourtzi, der Festung Kokkinokastro sowie zahlreichen Tavernen und Kafenia. Die beiden schönsten Strände sind hier Psili und Megalos Ammos. In Karystos weht allerdings häufig ein starker Wind. Wer gerne wandert, für den bietet sich die nordwestlich von Karystos liegende beeindruckende ca. 10 km lange Demosari Schlucht an.


Touren & Sportmöglichkeiten


Touren
Euböa bietet unzählige Touren zum Wandern, Bergsteigen, Klettern, Mountainbiken oder als Rundfahrten. Jede Tour für sich bietet überwältigende Natur und lädt zum Entdecken der Insel ein. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass kaum Beschilderungen vorhanden sind. Abenteurer erkunden spannende Routen am besten per Jeep.


Sportmöglichkeiten
Neben dem Mountenbiken, gibt es auf Euböa auch Möglichkeiten für Ausritte. Gestüte finden sich z.B. in Kamatriades, Agios Nikolas und am Strand von Psarapouli. Wie auch überall in Griechenland, kann man auch auf Euböa im kristallklaren Mittelmeer tauchen und sich die faszinierende Unterwasserwelt ansehen. Ausgenommen sind archäologische Zonen. Aber auch auf dem Wasser bietet Euböa tolle Möglichkeiten. Besonders der Süden mit seinen starken Winden eignet sich hervorragend zum Windsurfen. Euböa wird zudem gerne als Zwischenstopp bei Segeltörns genutzt.

Weitere Informationen
Wer sich für Euböa interessiert, findet unter der privat geführten Hompage www.euboea.de zahlreiche Informationen über die Insel sowie Tipps und Kontaktadressen. Interessant sind auch die Tourenvorschläge, die die Betreiber der Homepage alle selbst erprobt haben.


Anreise


Per Flugzeug
Per Linie oder Charter nach Athen und dann per Fähre oder Auto nach Euböa übersetzen.


Per Schiff
Es gibt zahlreiche Schiffsverbindungen zwischen dem Festland und Euböa. Nord-, Mittel-, wie auch Süd Euböa werden per Schiff angefahren.


Per Auto / Bus
Da es zwei Brücken in Chalkida gibt, lässt sich die Insel bequem per Auto oder Bus anfahren. Busverbindungen gibt es von Athen und Thessaloniki aus.


©Griechenland Zeitung

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