Florina: Im Skigebiet Vigla-Pisoderi herrscht Hochbetrieb

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Florina: Im Skigebiet Vigla-Pisoderi herrscht Hochbetrieb
Auf der Jagd nach dem Schnee Als ganz Europa im Schnee versank, blieben die griechischen Wintersportler während der Weihnachtsferien buchstäblich im Regen stehen. Von Tria-pente Pigadia, Kaimaktzalan, Seli und Vassilitza hörte man die gleichen niederschmetternden Pistenberichte: Steine und Gras auf den Abfahrten, Temperaturen über null Grad.
und Gras auf den Abfahrten, Temperaturen über null Grad. Nur ein Skigebiet, Vigla-Pisoderi bei Florina, konnte stets Schnee melden und so war es nicht verwunderlich, dass selbst Skifahrer vom Parnassos sich auf den weiten Weg machten, um hier in der nord-westlichen Ecke Griechenlands ihre Bretter auszufahren.

Von Andrea Dimitriadis

In Vigla-Pisoderi entstand an den zwei Sessel- und drei Schleppliften durch den Ansturm natürlich so manches Gedränge. Von der Talstation, die auf 1600 m liegt, fährt man insgesamt auf eine Höhe von
1900 m hinauf. Die Kinder und Anfänger haben zwei bis zu 500 m lange Pisten zum Üben zur Auswahl und die Langläufer eine 5000 m lange Strecke für ihren Lieblingssport. Das Beeindruckende an Vigla-Pisoderi ist die Länge der Abfahrten, die zwischen schwierig und mittelschwierig variieren: Es gibt eine Strecke über 1850 m und eine Strecke von 2500 m, was für griechische Verhältnisse ungewöhnlich lang ist. Außerdem ist auch die Auswahl von Pisten (insgesamt 10) beachtlich. Von der Spitze des Berges hat man auf der einen Seite einen wunderbaren Blick auf die Prespa-Seen, auf der anderen Seite sieht man auf die Stadt Florina.
Wenn man Florina durchquert hat, sind es noch zirka 20 km bis zum Wintersportzentrum. Die Straße ist gut befahrbar und führt durch eine schöne, bewaldete Landschaft. Von hier ist es nicht mehr weit bis nach Albanien oder in die frühere jugoslawische Republik Mazedonien FYROM. Übernachten lässt es sich sehr gut im Dorf Pisoderi, das am Fuße einer der Abfahrten liegt. Aus der ehemaligen Schule des Ortes, in dem von 1904 bis 1970 in getrennten Flügeln die Jungen und Mädchen unterrichtet wurden, und deren Größe belegt, welche Bedeutung Pisoderi gehabt haben muss, hat man ein originelles Hotel mit moderaten Preisen und gutem Frühstück gemacht. Man schläft in den ehemaligen Klassenzimmern, die zum Teil ihren eigenen Kamin haben. Die Einrichtung ist traditionell und behaglich. Zum Einkehren nach dem Skilaufen empfiehlt sich die alte Hütte „Χωρίς σύνορα“ („Ohne Grenzen“). Sie ist innen und außen aus Holz gezimmert und mit urigen Gegenständen ausgestattet. Im Erdgeschoss sollte man neben den üblichen Fleischgerichten und Salaten herrliche, selbstgebackene Pittas probieren. Im oberen Stockwerk ist die Bar untergebracht.
Skiverleih und Kartenverkauf befinden sich im „Chalet Tottis“, wo man ebenfalls zum Essen – allerdings im ungemütlichen Fast-food-Stil – einkehren kann.
Die Lifte arbeiten von 9 bis 16.30 Uhr und freitags wie samstags auch zum Nachtski auf beleuchteten Pisten zwischen 21 Uhr und 1 Uhr früh. Die Tageskarte kostet 13 Euro für Erwachsene, für Kinder 10 Euro. Für ein Paar Ski muss man 13 Euro auslegen, für ein Snowboard 18 Euro pro Tag und für ein Snowmobile zwischen 15 und 20 Euro die Viertelstunde.
Als es am letzten Wochenende der Ferien dann doch noch zu schneien anfing, atmete man in den anderen Wintersportzentren Griechenlands auf. Die Saison kann endlich beginnen.

Nützliche Telefonnummern:
Skizentrum: 23850-45800-1
Hütte „Ohne Grenzen“: 23850-46501-2
Hotel Modesteios: 23850-45928

© Griechenland Zeitung

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