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Klavier
Wie der Osterhase nach Griechenland kam. Ein Osterhase packt aus!
Ok, der Stress war jedes Jahr um diese Zeit ähnlich. Doch dieses Jahr hatte es dem Eierkorb den Boden herausgehauen.
Glücklicherweise ist das griechische Osterfest dieses Jahr erst Anfang Mai – fünf Wochen später als in Deutschland. Blieb also genug Zeit, um keine übereilten Entscheidungen zu treffen und nach Mitteln und Wegen zu suchen, um es nicht zu offensichtlich wie Flucht aussehen zu lassen.
Doch wie konnte es überhaupt soweit kommen?
Ostern in Griechenland - ein Fest für die Sinne
Für die griechisch-orthodoxen Christen ist Ostern das höchste Kirchenfest im Jahr.
Zeitlich betrachtet fällt es selten mit dem westlichen Osterfest zusammen, da es nach dem alten Julianischen Kalender berechnet wird. Mit dem Rosenmontag hat die Fastenzeit in der Ostkirche begonnen, d.h., es werden weder Fleisch noch Fisch noch Milchprodukte gegessen. Während der Karwoche fallen auch beispielsweise Kalamaris und Muscheln, also Meerestiere, weg. Wir haben immer wieder festgestellt, das sich die jüngeren Griechinnen und Griechen nicht mehr ganz so strikt an diese Vorgaben halten. Teilweise wurde auch heimlich gegessen! Es ist eben auch in Griechenland nicht anders als überall auf der Welt: Der Geist ist willig, jedoch der Körper ist schwach!
Kathara Deftera
Heute wird in ganz Griechenland der Kathara Deftera („Rosenmontag“) gefeiert. „Kathara Deftera“ heißt „Reiner Montag“, und er ist der erste Tag der 49-tägigen Fastenzeit vor Ostern, der so genannten „Megali Sarakosti“, wo Körper und Seele gereinigt werden sollen. Ursprünglich erstreckte sich die Fastenzeit auf 40 Tage, genauso lange wie Jesus vor Beginn seines öffentlichen Wirkens in der Wüste verbrachte. Hinzu kamen später der letzte Sonntag der Faschingszeit und der darauf folgende Montag, der „Kathara Deftera“.