Höllenfahrt nach Skiathos (Teil 1)

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Foto © GZjh/ Skiathos Foto © GZjh/ Skiathos

Dank eines ausführlichen Berichts unserer Leserin Suse Klein (Name v. d. R. geändert) entstand eine Mini-Serie über eine abenteuerliche Reise von Mittelfranken in Deutschland auf die griechische Insel Skiathos. Diese Reise liegt schon mehr als drei Jahrzehnte zurück: Im Winter 1984/85 begaben sich die Autorin und ihre Begleiter im Auto auf die erlebnisreiche Odyssee. Die spannenden Geschichten rufen manchmal ein Lächeln, manchmal auch Kopfschütteln hervor. Der eine oder andere Leser dürfte auch an eigene Erfahrungen auf Überfahrten und Reisen zwischen Deutschland und Griechenland erinnert werden. 

 

Höllenfahrt nach Skiathos (Teil 1)


Wie wir damals auf die glorreiche Idee kamen, mitten im tiefsten Winter mit dem Auto nach Griechenland zu fahren, nur um dort ein paar Tage über Silvester zu verbringen, ist mir bis heute schleierhaft. Wem wir von unserem Vorhaben erzählten, erklärte uns für verrückt und um solch eine Höllenfahrt zu unternehmen, mussten wir das vielleicht auch ein wenig gewesen sein. Doch ich möchte nichts vorwegnehmen, sondern der Reihe nach von unserer Reise berichten, die vor allem von diesem Satz geprägt war: „Wenn wir das zuhause erzählen, das glaubt uns niemand!“


Warum fährt man im Winter nach Skiathos?


Griechenland war bereits einige Jahre unser Traumland gewesen. Besonders die Insel Skiathos hatte es uns nach mehrfachen Urlauben dort angetan. Im Sommer 1984, während eines Urlaubs mit der ganzen Familie, kam uns der Gedanke, ein Häuschen auf der Insel zu kaufen, für Urlaube mit der Familie und vielleicht, um sich dort später einmal zur Ruhe zu setzen. Wir hatten ein kleines Häuschen direkt am Berg gefunden, mit dem wir liebäugelten. Es gehörte einem Bäcker, war in diesem romantischen griechischen Stil gebaut und sehr ruhig gelegen. An unserem letzten Urlaubstag überschlugen sich schließlich die Ereignisse und wir fanden uns mit einem Dolmetscher bei einem Notar wieder, unterschrieben einen Vorvertrag und zahlten eine Teilsumme. Ende Januar sollte der Bäcker ausziehen und wir Anfang Januar da sein, um den Vertrag zu unterschreiben. 
Am Samstag, dem 29. Dezember 1984, machten wir uns also am Abend gegen 21.30Uhr von Spardorf in Mittelfranken mit unserem Volvo auf den Weg nach Skiathos. Meinen Mann Joseph* und mich begleiteten unsere Freunde Gunda* und Harry*. Das Auto war beladen mit Geschenken und die Eltern und Nachbarn hatten uns noch vor der Abreise reichlich mit Proviant versorgt, den wir auf dieser Reise sehr nötig haben sollten. 


*Die Namen der Reiseteilnehmer dieses mehrteiligen Erlebnisberichtes wurden von der Redaktion geändert. Lesen Sie im nächsten Teil, wie die bevorstehende Odyssee nach Griechenland im Schneegestöber auf dem Loiblpass ihren Lauf nahm.

Hier geht es zum nächsten Teil 2.

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