Doppelte Flüchtlingstragödie in der Ägäis: mindestens 42 Tote Tagesthema

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Doppelte Flüchtlingstragödie in der Ägäis: mindestens 42 Tote

Die Zahl der gemeldeten Toten zweier Flüchtlingstragödien am Freitagmorgen in der Ägäis wächst stündlich. Nach den jüngsten Angaben der Küstenwache ertranken mindestens 42 Menschen, darunter 17 Kinder und 18 Frauen. Beide Havarien ereigneten sich in der Inselgruppe des Dodekanes in der Südostägäis bei für diese Jahreszeit guten Witterungsbedingungen.


Nahe der unbewohnten Kleininsel Kalolimnos sank eine Segeljacht, die vermutlich in der Nähe des türkischen Ferienortes Bodrum in See gestochen war. Drei Boote der griechischen Küstenwache und ein Armeehubschrauber sowie Privatboote konnten 26 Überlebende bergen, wie die Behörde mitteilte. Für 16 Frauen, elf Kinder und sieben Männer kam jede Hilfe zu spät. Sie wurden tot aus den Fluten geborgen. Die Suche nach Vermissten und möglichen weiteren Opfern setzt sich fort, da die genaue Zahl der Insassen des Bootes nicht bekannt ist.
Fast zeitgleich wurden am Freitag auf der bewohnten Kleininsel Farmakonissi weiter nördlich 40 Flüchtlinge aufgegriffen, die vermutlich vom türkischen Küstenort Didim übergesetzt waren. Laut Küstenwache waren 49 Menschen ab Bord, als das Boot nahe der Küste auf ein Riff auflief und sank. 40 der Flüchtlinge konnten an Land schwimmen. Sechs Kinder und zwei Frauen wurden durch die Küstenwache und ein britisches Boot der europäischen Grenzschutzorganisation Frontex tot geborgen, und ein Mädchen wurde aus dem Meer gerettet. Nach Angaben der Überlebenden wird niemand mehr vermisst.
(Griechenland Zeitung / ak, Archivfoto: Eurokinissi)

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