Im Clinch mit Gewerkschaftern: Noch keine Lösung für den Müll Tagesthema

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 Fotos: © Eurokinissi Fotos: © Eurokinissi

Die Protestaktionen der Gewerkschafter der Kommunalangestellten POE-OTA, die in der Reinigung der Gemeinden tätig sind, werden noch mindestens bis zum morgigen Donnerstag fortgesetzt. Für diesen Tag ruft die POE-OTA zu einem landesweiten 24stündigen Streik auf. Dann wollen die Gewerkschafter auch darüber entscheiden, ob sie ihre Streikaktionen fortsetzen werden.

Um Streikbrechern einen Riegel vorzuschieben wurden u. a. Fuhrparks für die Müllfahrzeuge sowie Mülldeponien (Chyta) besetzt.
In einigen Gemeinden des Landes sammelt sogenanntes „Notpersonal“ die Abfälle ein. Das gilt etwa auch für den Müll der Krankenhäuser und andere besonders neuralgische Punkte.
Unterdessen hat die Regierung am Mittwoch eine Gesetzesnovelle verabschiedet, die die Verbeamtung von 2.500 Reinigungskräften vorsieht. Dafür gestimmt haben die beiden Regierungspartner SYRIZA und ANEL. Dagegen waren ND, Demokratische Allianz, die kommunistische KKE und die liberale „To Potami“. Der Stimme enthalten haben sich die faschistische Chryssi Avgi und die Zentrumsunion.
Angesichts der Tatsache, dass die POE-OTA trotz der Verabschiedung des Gesetzes ihre Aktionen fortsetzen will, vermuten Regierungsmitglieder die konservative Opposition ND als treibende Kraft hinter den Gewerkschaften.  
Regierung, Bürgermeister und Gesundheitsbehörden sorgen sich vor allem auf Grund der steigenden Temperaturen, die am Wochenende die 40 Grad-Grenze deutlich übersteigen sollen, um die öffentliche Gesundheit. In der nordgriechischen Metropole Thessaloniki etwa hat Bürgermeister Jannis Boutaris ein privates Reinigungsteam für die Entsorgung des Abfalls engagiert. In der Gemeinde sind normalerweise 350 Reinigungskräfte festangestellt; 750 arbeiten mit Zeitverträgen.

(Griechenland Zeitung / eh)

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