Griechische Straße in Paris

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In jeder großen, stressigen und überfüllten Stadt lassen sich immer ein paar ruhige Ecken finden, die ihre Geschichten erzählen können. So auch in Paris: Dort gibt es im 14. Arrondissement eine Straße mit griechischem Namen: Die „Rue des Thermopyles“.

Sie  war bis 1959, als sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, eine private Straße. Ihren Namen trägt sie, da sie der antiken Kampfpassage der Schlacht bei den Thermopylen in Griechenland  ähnlich ist: Sie ist genauso eng, dass quasi gerade mal ein Streitwagen in eine Richtung passieren konnte und kann. Zur Erinnerung: Die Perser hätten im alten Hellas an der Enge der Thermopylen wohl nicht gesiegt, hätte Ephialtes (wörtlich: Albtraum) sie nicht über einen Umweg auf den anderen Teil des Berges geführt. Obwohl der spartanische König Leonidas, der zurückblieb, die Schlacht verlor, steht er dennoch als glänzendes Beispiel für Selbstaufopferung und Selbstverleugnung. Er und seine Leute verteidigten ihre Stellung bis auf den letzten Mann. Daher ist diese Schlacht um die  Thermopylen in Mittelgriechenland eine der wichtigsten in der griechischen und auch der Weltgeschichte.
Die „Rue des Thermopyles“ im heutigen Paris erinnert in ihrer Beschaulichkeit außer der Enge so gar nicht an den Albtraum antiker Zeiten. (GZjt)

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