Nach Hungerstreik: Hafturlaub für berüchtigten Terroristen genehmigt

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt den Terroristen Dimitris Koufontinas während eines Hafturlaubs Anfang Februar 2018. Die Aufnahme entstand vor dem Athener Zentralgefängnis Korydallos. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt den Terroristen Dimitris Koufontinas während eines Hafturlaubs Anfang Februar 2018. Die Aufnahme entstand vor dem Athener Zentralgefängnis Korydallos.

Der Gefängnisrat der Haftanstalt Korydallos bei Athen hat am Donnerstag beschlossen, dass der Terrorist Dimitris Koufontinas einen 48stündigen Hafturlaub in Anspruch nehmen darf. Es wäre der dritte in Folge für Koufontinas. Der 60jährige war am 30. Mai in einen Hungerstreik getreten.

In dessen Folge hat sich in den vergangenen Tagen sein gesundheitlicher Zustand sehr verschlechtert. Seinen Urlaub darf er antreten, wenn er das Krankenhaus verlassen hat. Koufontinas wird während des zweitägigen Urlaubs dazu verpflichtet, sich einmal am Tag bei der lokalen Polizeistation in seiner Nachbarschaft zu melden. Das ist eine Lockerung zu vorher: Während der beiden vorangegangenen Beurlaubungen musste er noch zweimal am Tag die Polizeistation aufsuchen. In einer Mitteilung bedankte sich Koufontinas bei seinen Sympathisanten. Er sprach von einem „Sieg der Solidarität“.
In den vergangenen Wochen hatten Mitglieder linksextremer Gruppierungen Solidaritätsaktionen für Koufontinas durchgeführt. So waren am Montag circa 20 Personen in das Ministerium für Bürgerschutz eingedrungen und haben mit Flugblättern auf Koufontinas aufmerksam gemacht. Zahlreiche der Akteure wurden verhaftet.
Am Donnerstag hatte eine weitere Gruppe am Felsen der Akropolis ein Transparent aufgespannt. Auf diesem wurde die Freilassung von Koufontinas gefordert. (Griechenland Zeitung / eh)  


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