Mord an Studentin erschüttert Rhodos

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Der brutale Mord an einer 21-jährigen Studentin auf der Insel Rhodos wühlt die griechische Öffentlichkeit auf. Für den Tod der aus Nordostgriechenland stammenden jungen Frau werden ein 19-jähriger und ein 21-jähriger Mann verantwortlich gemacht.

Laut Ankündigung der Küstenwache vom Freitag war die Leiche der jungen Frau am 28. November nahe dem Ferienort Lindos (siehe Foto) im Meer aufgefunden worden. Die beiden Verdächtigen wurden wenig später verhaftet. Einer von ihnen wurde am Montag im Gefängnis von Mitgefangenen zusammengeschlagen.

Die Ermittlungen ergaben laut Küstenwache, dass die beiden mutmaßlichen Täter die junge Frau kurz vor Mitternacht am 27. November von ihrer Wohnung abgeholt und in ein Wochenendhaus des 21-Jährigen bei Lindos gebracht hatten. Dort hätten sie das Opfer im Streit zunächst mit Fäusten traktiert. Anschließend hätte der 21-Jährige sie mit einem Bügeleisen auf den Kopf geschlagen. Daraufhin hätten sie die junge Frau an eine Steilküste gefahren und noch lebend ins Meer geworfen, wo sie ertrunken sei.

Laut Presseberichten war der 19-Jährige, der albanischer Abstammung ist, geständig. Er sagte, der Freund der Studentin gewesen zu sein, und beschuldigte den 21-jährigen, aus Rhodos stammenden Mann des versuchten Totschlags und der Idee, das Opfer ins Meer zu werfen. Die junge Frau hätte sich geweigert, mit dem 21-Jährigen zu schlafen, daher habe er sie mit dem Bügeleisen geschlagen. Der 21-Jährige stritt die Tat zunächst ab. Später drehte er die Aussage seines mutmaßlichen Mittäters um: Der 19-Jährige hätte die Tat aus Wut verübt, weil das Opfer gesagt habe, der 21-Jährige sei der bessere Liebhaber. Beide behaupteten, mitgemacht zu haben, weil sie vor dem jeweils anderen Angst gehabt hätten. (GZak)

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