Maßnahmen gegen den „Brain Drain“

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Archivfoto (© Eurokinissi) Archivfoto (© Eurokinissi)

Um Karriere zu machen, gehen immer mehr Griechinnen und Griechen ins Ausland. Etwa 500.000 hochqualifizierte junge Erwachsene sind zwischen 2008 und 2017 abgewandert, um ihr Glück fernab der Heimat zu suchen. Diese Zahl stammt aus einem aktuellen Bericht des griechischen Unternehmerverbandes SEV, der gleichzeitig Politik und Wirtschaft dazu aufruft, sich dieser Entwicklung entgegenzustellen. Die Rückgewinnung dieser Generation müsse ein „nationales Ziel“ werden, erklärte der SEV.

Der Untersuchung zufolge lässt sich die Massenemigration nicht nur mit der Wirtschaftskrise erklären. Sie deute vielmehr auf die „strukturelle Schwäche“ der griechischen Arbeitswelt hin. Als Gründe für ihr Auswandern nannten junge Hellenen in Umfragen neben geringeren Verdienstmöglichkeiten vermehrt auch Korruption und schlechte Arbeitsbedingungen.
Um eine Karriere in Griechenland wieder attraktiver zu machen, schlägt der SEV in seinem Bericht 20 Maßnahmen vor, darunter die Modernisierung von Arbeitsbedingungen oder Förderungen für innovative Startups. Der erste Vorschlag auf der Liste setzt jedoch an anderer Stelle an: Er empfiehlt eine systematische Untersuchung der Abwanderung. (Griechenland Zeitung / jor) 

 

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