Reform des regionalen Krisenmanagements vorgestellt

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Einsatz eines Löschflugzeuges. Archivfoto (© Eurokinissi) Einsatz eines Löschflugzeuges. Archivfoto (© Eurokinissi)

Die 13 Regionen Griechenlands sollen künftig alle über eigene Krisenbeauftragte verfügen. Dies sieht ein Gesetzesentwurf vor, den der Generalsekretär für Bürgerschutz Nikos Chardalias am Donnerstag während eines Treffen mit Vertretern der Vereinigung der Regionen Griechenlands (ENPE) vorstellte.

Beschäftigen werden sich die Krisenmanager ausschließlich mit der Eventualität eines Notstandes – etwa im Falle einer Naturkatastrophe. Im Ernstfall würden sie die Rolle eines zentralen Koordinators übernehmen, dem sowohl Feuerwehr, Polizei als auch weitere Behörden untergeordnet sind. Unterstützt werden soll deren Arbeit durch die Ernennung eines Verantwortlichen auf nationaler Ebene, der für landesweite Notstände und die Zusammenarbeit der Regionen zuständig ist. Weiterhin geplant sind ein nationales Komitee zur Risikobewertung, dem Experten aus den Bereichen Infrastruktur, Umwelt und Innenpolitik angehören sollen, sowie die Einrichtung von spezialisierten Krisenzentren in jeder der 13 Regionen. Letztere würden aus den Mitteln des Bürgerschutz- und Finanzministeriums finanziert, erklärte Chardalias.
Ziel dieser Initiative des Bürgerschutzministeriums sei es, durch eine klarere Zuweisung der Verantwortlichkeiten im Ernstfall schneller und effektiver reagieren zu können. Gerade im Fall von Waldbränden, die in Griechenland relativ häufig vorkommen, ist die Koordination verschiedener Einsatzgruppen wie der Feuerwehren und Forstämter von großer Bedeutung. Die ENPE sprach in einer Pressemitteilung ihre generelle Zustimmung für die Pläne aus, kündigte aber an, in den kommenden Tagen noch konkrete Verbesserungsvorschläge beim Ministerium einzureichen. Auch von den Gewerkschaften der Feuerwehr waren vornehmlich positive Reaktionen zu vernehmen.
(Griechenland Zeitung / jor)

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