Anlage eines Fahrradwegs im Athener Zentrum sorgt für Verdruss

  • geschrieben von  Elisa Hübel
Unser Foto (© Eurokinissi) zeigt das Projekt „Megalos Peripatos Athinas“ – „Großer Spaziergang durch Athen“ in der hauptstädtischen Panepistimiou Straße. Unser Foto (© Eurokinissi) zeigt das Projekt „Megalos Peripatos Athinas“ – „Großer Spaziergang durch Athen“ in der hauptstädtischen Panepistimiou Straße.

In Athener Zentrum kommt es seit Montag zu heftigen Verkehrsstaus. Hintergrund ist der Versuch des Bürgermeisters Kostas Bakogiannis, einen Teil der mehrspurigen zentralen Panepistimiou-Straße in einen Fahrradweg umzuwandeln. Dadurch stauen sich Pkws dicht an dicht an. Erschwerend zur chaotischen Verkehrslage kam am Dienstagvormittag (16.6.) eine Protestkundgebung von Krankenhausangestellten hinzu, die gegen geplante Entlassungen von Kollegen demonstrierten.

 Bürgermeister Bakogiannis kommentierte, dass ein „unangenehmes Problem“ entstanden sei. Was den Radweg betreffe, so handle es sich um ein Projekt, das seit 25 Jahren diskutiert werde. Ziel sei es, zu Gunsten der Bürger Veränderungen zu schaffen. Kritik hagelte es seitens der Opposition. Nasos Iliopoulos, Vorsitzender der Partei „Anoichti Poli“ – zu Deutsch „Offene Stadt“, sprach von einem „schlechten Timing“. Er steht der größten Oppositionspartei SYRIZA nahe. Diese wiederrum kritisierte, dass weder die Gemeinde noch die Regierung zum Dialog aufgerufen hätten, bevor diese Entscheidung getroffen worden sei. Um eine bleibende Veränderung zu schaffen, müsse zunächst einmal der Öffentliche Nahverkehr entwickelt werden, hieß es aus der Parteizentrale. (Griechenland Zeitung / eh)

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