Strafen für Tierquälerei sollen verschärft werden Tagesthema

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Archivfoto (© Eurokinissi) Archivfoto (© Eurokinissi)

Strengere Strafen für Tierquäler kündigte am vorigen Mittwoch der zuständige Landwirtschaftsminister Makis Voridis im Parlament an. Der neue Strafrahmen soll in „allernächster Zeit“ dem Haus vorgelegt werden, sagte er.

Voridis antwortete damit auf eine Anfrage des Abgeordneten Jannis Kallianos von seiner eigenen konservativen Partei Nea Dimokratia. Kallianos hatte darin unter anderem das Justizministerium aufgefordert, Tierquälerei nicht mehr als Verstoß, sondern als Straftatbestand zu werten. Griechenland sei trotz eines verbesserten Gesetzesrahmens immer noch eines der Länder mit den höchsten Zahlen an Tierquälereien, so Kallianos, der die „exemplarische Bestrafung“ für solche Taten forderte. Anlass für die Anfrage wie auch die Zusage des Ministers, die Strafen weiter zu verschärfen, war eine Untat von atemberaubender Scheußlichkeit auf Kreta zu Monatsbeginn: Auf der Halbinsel Akrotiri bei Chania hatte ein Mann versucht, seinen Hund mit einer Schere zu kastrieren und anschließend an einem Baum aufgehängt. Ein Passant – laut Medien ein deutscher Tourist – hörte das Winseln des schwerverletzten Tieres und brachte es zum Arzt, der es durch sein beherztes Eingreifen retten konnte. Außerdem soll der Hund auf dem Kopf Narben haben, die auf das frühere Ausdrücken von Zigaretten schließen lassen. Der Tierquäler versteckte sich zunächst und stellte sich schließlich am letzten Mittwoch. Laut Nachrichtenwebsite ekriti.gr sagte er bei der Vernehmung, er habe den Hund „ruhigstellen“ wollen. Sein Arbeitgeber, der staatliche Stromkonzern DEI, suspendierte den Mann auf Anordnung von Umweltund Energieminister Kostis Chatzidakis. (GZak)

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