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Online-Gewalt: Kretische Frauen schaffen Sicherheitsnetz für Mädchen Tagesthema

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Foto (© Eurokinissi) Foto (© Eurokinissi)

Safenet heißt das Projekt der „Vereinigung der Mitglieder der Frauenvereine von Heraklion“. Ziel ist die Schaffung eines Sicherheitsnetzes zur Bekämpfung geschlechtsspezifischer Online-Gewalt und zur Unterstützung weiblicher Opfer. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind 73 Prozent der Frauen in irgendeiner Form von digitaler Gewalt betroffen. Online-Gewalt ist, wie Untersuchungen zeigen, bei Lehrkräften und Eltern jedoch weithin unbekannt.

Kommt ein Fall ans Tageslicht, meist sind Mädchen im Schulalter betroffen, ist das Schulpersonal häufig nicht in der Lage, angemessen zu intervenieren. Genau an dieser Stelle will Safenet ansetzen. Maßnahmen im Rahmen des Projektes beinhalten die Schulung von Lehrkräften zur Erkennung und Bewältigung derartiger Vorfälle in ihrem Umfeld sowie die Sensibilisierung von Eltern, Familie und den Kindern selbst im Umgang mit Online-Gewalt – etwa in sozialen Medien. Im Rahmen von Safenet soll ein Protokoll zur Meldung und Unterstützung von Opfern geschlechtsspezifischer Cybergewalt entwickelt werden. Partner des Safenet-Projektes sind das KUN – Zentrum für Gleichheit und Vielfalt in Norwegen – sowie das Institut für Geistes- und Sozialwissenschaften in Heraklion. Der „Active Citizen Fund“ Griechenlands, in dessen Rahmen Safenet durchgeführt wird, ist ein von Island, Norwegen und Liechtenstein mit 13,5 Milliarden Euro gefördertes Programm. Ziel ist es, die Nachhaltigkeit und die Kapazitäten des zivilgesellschaftlichen Sektors in Griechenland auszubauen und seine Rolle für demokratischen Verfahren einer aktiven Bürgerschaft sowie für die Menschenrechte zu stärken. (GZmf)

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