Der griechische Staat wird die orthodoxen Kirchengemeinden im Ausland verstärkt unterstützen.
Daraufhin einigten sich der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel Bartholomäus und der griechische Finanzminister Kyriakos Pierrakakis bei einem Treffen Anfang des Jahres. Letzterer hatte sich aus Anlass des Epiphaniefestes am Sitz des orthodoxen Kirchenoberhaupts im Istanbuler Stadtteil Phanar aufgehalten. Pierrakakis kündigte ua an, dass man 600 Stellen für Geistliche im Ausland schaffen wolle, „die unsere Sprache, unsere Traditionen und die spirituelle Identität am Leben erhalten“. Die orthodoxen Geistlichen sollen unter anderem in der Türkei, dem Nahen Osten und nach Afrika entsandt werden. Hintergrund dieser Maßnahme ist ein Bericht der Wochenzeitung protothema ua das zunehmende Engagement russisch-orthodoxer Priester in Afrika. Zwischen dem Patriarchat von Konstantinopel und jenem von Moskau kriselt es seit längerem; 2019 kam es endgültig zum Bruch, als das Phanar die Autokephalie der Ukrainischen Kirche anerkannte. Zum Epiphaniefest 2026 hatte Bartholomäos gemeinsam mit dem ukrainischen Metropoliten Epifanij eine Messe zelebriert. (Griechenland Zeitung / as)