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Schwere Unwetter in Griechenland fordern zwei Menschenleben Tagesthema

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Unnser Foto (© Eurokinissi) entstand an der Unfallstelle in Paralio Astros, wo der Hafenbeamte von einer Welle ins Meer gerissen wurde und dadurch ums Leben kam. Unnser Foto (© Eurokinissi) entstand an der Unfallstelle in Paralio Astros, wo der Hafenbeamte von einer Welle ins Meer gerissen wurde und dadurch ums Leben kam.
Der Mittwoch (21.1.) war ein schwieriger Tag für Griechenland, der zwei Menschenleben kostete und schwere Sachschäden hinterließ.
Das Land wurde von heftigen Unwettern heimgesucht, im Norden kam es teilweise zu starken Schneefällen; andernorts zu extremen Regengüssen, hinzu kamen orkanartige Winde, die Geschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern erreichten. 
In Paralio Astros auf der östlichen Peloponnes kam  ein 52-jähriger Beamter der Hafenpolizei ums Leben, als er versuchte, Boote im Hafenbecken zu sichern. Durch eine extrem hohe Welle wurde er von der Mole ins Meer gerissen und erlag vermutlich einer schweren Kopfverletzung. Im südlichen Athener Vorort, wo sich das Unwetter besonders stark bemerkbar machte, verlor zudem eine 56-jährige Frau ihr Leben; Medienberichten zufolge geriet sie unter einen Pkw, der manövrierunfähig im Wasser trieb.
Allein in Attika erhielt die Feuerwehr 670 Hilferufe; in ganz Griechenland waren es mehr als 1.000. In vielen Fällen mussten überflutete Wohnungen und Geschäfte ausgepumpt werden; umgestürzte Bäume lagen auf dem Straßennetz, zahlreiche Menschen mussten aus Fahrzeugen befreit werden. 
Per SMS waren die Bürger dazu aufgefordert worden, unnötige Wege zu vermeiden und am besten zu Hause zu bleiben; die Schulen waren an diesem Tag aus vorsorglichen Gründen in vielen Landesteilen geschlossen, darunter etwa auch in Attika. Der Fährverkehr war in vielen Teilen des Landes eingestellt worden. 
Am Donnerstag (22.1.) verlagert sich das Unwetter auf andere Gebiete Griechenlands, betroffen sind u. a. Inseln in der nördlichen und östlichen Ägäis, der Dodekanes und Kykladeninseln. Dort herrschen weiterhin stürmische Winde, die bis zu Stärke 10 erreichen können, es kommt dort zu starken Regenfällen und vereinzelt auch zu Gewittern. 
(Griechenland Zeitung / Jan Hübel)
 
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