Griechenland treibt den Einsatz künstlicher Intelligenz weiter voran, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und staatliche Kontroll- und Verwaltungsprozesse zu modernisieren.
Dafür sollen nach einem erfolgreichen Testprojekt in der Region Attika (die GZ berichtete) weitere 2000 KI-gestützte Kameras in Griechenland installiert werden, wie der Minister für digitale Regierungsführung, Dimitris Papastergiou im Gespräch mit ERTnews bekannt gab. Bereits einen Monat nach der Inbetriebnahme der Kameras in Attika seien dadurch rund 20.000 Rotlichtverstöße registriert worden. Zudem stellte die Polizei über die Weihnachtstage hinweg bei allgemeinen Verkehrskontrollen mehr als 40.000 Verkehrsdelikte fest. Der Ausbau des Kamerasystems soll auch im kommenden Jahr weiter voranschreiten.
Darüber hinaus kündigte Papastergiou an, künftig verstärkt auf Satellitentechnologie zu setzen. Diese soll unter anderem das Katastrophenmanagement, die Überwachung von Grenzübergängen, sicherheitsrelevante Aufgaben sowie die Gewährleistung der nationalen Sicherheit erleichtern.
Ein weiterer Schwerpunkt sei das Projekt „Pharos“, das in Griechenland getestet werden soll. Ziel ist es, Universitäten, Forschungszentren und Start-ups eine kostenlose Infrastruktur bereitzustellen und die Entwicklung künstlicher Intelligenz im Land zu fördern. So soll etwa auch der bereits im elektronischen Patientendatensystem eingesetzte KI-Assistent schrittweise mit neuen Diagnosedaten erweitert werden.
Abschließend bekräftigte der Minister seine Forderung nach einem europaweiten Social-Media-Verbot für Kinder unter zwölf Jahren. (Griechenland Zeitung / as)