In der Stadt Trikala in Mittelgriechenland kam es am Montag (26.1.) um 4 Uhr in der Nacht zu einer Explosion in einer Lebensmittelfabrik, die mehrere Todesopfer forderte. Medienberichten zufolge sollen mindestens fünf Arbeiterinnen ums Leben gekommen sein, eine weitere Mitarbeiterin wird noch vermisst. Sieben weitere Personen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden.
In Sozialen Medien ist auf Videos das Ausmaß des Brandes erkennbar. Zu erkennen sind das eingestürzte Dach und in Flammen stehende Trümmer der Fabrik, die der Firma Violanta gehört und die auf die Produktion von Keksen spezialisiert war.
Laut CNN Greece berichteten Zeugen von einer bombenartigen Explosion, durch die vier Personen aus dem Gebäude geschleudert worden seien. Dem staatlichen Sender ERT (Griechisches Radio und Fernsehen) zufolge befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks 12 oder 13 Mitarbeiter auf dem Betriebsgelände. Erst gegen 9 Uhr morgens konnten Einsatzkräfte die Leichen der fünf bis dahin vermissten Arbeiterinnen bergen, nach einer sechsten Arbeiterin werde immer noch gesucht, so ERT. Sieben weitere Personen würden im lokalen Krankenhaus behandelt. Gesundheitsminister Adonis Georgiadis teilte dem TV-Sender SKAI mit, dass es sich bei den Verletzten um sechs Arbeiter und einen Feuerwehrmann handle. Sie litten hauptsächlich unter Atemwegsproblemen, so der Minister.
Die Ursachen für den Brand sind bisher noch nicht geklärt. Dem Sender ERT zufolge könnte sich die Explosion in der Nähe von Backöfen ereignet haben. Diese seien rund um die Uhr in Betrieb. Das würde allerdings einem früheren Bericht des Senders SKAI widersprechen, wonach sich das Zentrum der Explosion unter Umständen im Keller der Anlage befunden haben könnte. Quellen des Unternehmens berichteten gegenüber CNN Greece, dass sich an der Unfallstelle keine Gasflaschen befunden hätten, wie einige Beobachter zunächst vermutet hatten.
Zusätzliche Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Sonderkommandos zur Katastrophenbekämpfung (EMAK) und der Kriminalpolizei wurden an den Unfallort beordert. Laut Fortune Greece seien dort mindestens 40 Feuerwehrleute mit 15 Fahrzeugen im Einsatz. Der Zugang zum Unfallgelände sei noch immer schwierig, so die Pressesprecherin der Polizei, Constantia Dimoglidou, am Montagmorgen gegenüber ERT; die Feuerwehr sei weiterhin damit beschäftigt, den Brand unter Kontrolle zu bringen.
(Griechenland Zeitung / Giorgos Carty)