Am Samstag (28.2.) wird es landesweit wegen eines 24-stündigen Streiks zu erheblichen Einschränkungen im Bahn-, aber auch im Schiffsverkehr kommen.
Anlass für die Aktionen in Athen, aber auch in vielen Städten des Landes, ist der dritte Jahrestag des Zugunglücks beim mittelgriechischen Tempi. Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Züge Ende Februar 2023 waren 57 Menschen ums Leben gekommen.
Zuletzt gab nun in dieser Woche die Betreibergesellschaft der Griechischen Bahn, Hellenic Train, bekannt, dass wegen des Streiks „im gesamten Streckennetz der Zugverkehr ausfallen“ werde. Ein Sprecher des Unternehmens erklärte gegenüber dem staatlichen Sender EPTnews, dass sämtliche Verbindungen – sowohl im Fern- als auch im Regionalverkehr – betroffen seien. Fahrgäste werden gebeten, sich rechtzeitig über alternative Reisemöglichkeiten zu informieren. Neben der Bahn und den Schiffen – aufgrund der Beteiligung der Seeleute am Streik bleiben sie ganztägig in den Häfen – schließen sich auch andere Berufsgruppen den Protesten an – sowohl im öffentlichen Dienst als auch im Privatsektor. In Larissa bleiben etwa die Geschäfte während der Zeit der Erinnerungsdemo geschlossen. Außerdem dürften kulturelle Veranstaltungen ausfallen. Mit den Protesten wollen die Teilnehmenden der Opfer der Tragödie von 2023 gedenken und fordern gleichzeitig mehr Sicherheit im Verkehr. (Griechenland Zeitung / ls)