Griechenland startet beginnt landesweit mit dem Programm „Nachbarschafts-Nannys“, um Eltern mit Babys und Kleinkindern gezielt zu unterstützen. Ab dem 24. April können sich Betreuerinnen und Betreuer über die digitale Plattform ntantades.gov.gr registrieren.
Die Initiative soll die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern, die Gleichstellung fördern und Müttern, Studierenden und berufstätigen Eltern eine verlässliche Kinderbetreuung ermöglichen.
Gefördert wird ein Teil der Betreuungskosten über monatliche Zuschüsse: 500 Euro für Vollzeitbeschäftigte oder Selbstständige, 300 Euro für Teilzeitkräfte, Studierende und Arbeitslose. Innovativ ist dabei, dass neben professionellen Kräften auch Großeltern als Betreuer teilnehmen können – nach einer zertifizierten Schulung und mit Sozialversicherung.
Die Teilnahmebedingungen sind klar geregelt: Gesundheit, Erste-Hilfe-Kenntnisse, Ausbildung, aber auch eine polizeiliche Überprüfung sollen Qualität und Sicherheit garantieren. Das Programm wird aus dem EU-Programm „Humanressourcen und soziale Kohäsion 2021–2027“ mit rund 56 Millionen Euro finanziert. Verantwortlich ist die Generaldirektion für Gleichstellung und Menschenrechte im Ministerium für Sozialen Zusammenhalt und Familie.
Mit dieser Maßnahme setzt Griechenland erstmals auf ein Betreuungsmodell, das Familien konkret entlasten und gleichzeitig die Teilhabe von Frauen am Arbeitsmarkt stärken soll.
(Griechenland Zeitung / eh)