Die Viehzüchter der Insel Lesbos verhindern seit Tagen die Ein- und Ausfahrt von Lkw im Hafen von Mytilini. Dadurch haben mehrere Geschäfte und Supermärkte mittlerweile nur noch ein begrenztes Warenangebot.
Einige Fleischereien bleiben geschlossen.
Die Viehzüchter protestieren gegen die Keulung ganzer Herden vor dem Hintergrund der grassierenden Maul- und Klauenseuche. Die Ortschaft Mesotopos, deren Einwohner überwiegend Viehzucht betreiben, wurde von den Protestierenden von der Außenwelt abgeriegelt. Sie fordern einen Stopp bei der Tötung ihrer Tiere und ein umfassendes Impfprogramm nach dem Vorbild Zyperns.
Unterdessen hat das Ministerium für Agrarentwicklung und Lebensmittel angekündigt, dass Unternehmen aus der Branche der Käseherstellung Entschädigungen von bis zu acht Millionen Euro erhalten werden.
Auf Lesbos werden geschätzt etwa 450.000 Ziegen und Schafe gehalten. Registriert wurden bisher 43 Fälle der Maul- und Klauenseuche in 54 Viehbetrieben auf dieser Insel. Dorthin werden demnächst 22 Tierärzte entsandt, die einen konkreten Plan zur Eindämmung der Seuche entwickeln sollen.
Die Maul- und Klauenseuche ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die überwiegend Schafe, Ziegen, Rinder und Schweine befällt. (Griechenland Zeitung / eh)