Künstlich errichtete Barrieren im Fluss Sarantaporos, der im Nordwesten Griechenlands verläuft, sollen schrittweise zurückgebaut werden.
Dafür setzt sich der in Ioannina gewählte Parlamentarier der Regierungspartei Nea Dimokratia, Jorgos Amyras, in Zusammenarbeit mit der Umweltbehörde Natural Environment and Climate Change Agency (NECCA), der Nationalen Technischen Universität Athen („Polytechnio“) sowie der Umweltorganisation MedINA ein. Bei einem Treffen im Parlament wurde die Entfernung zahlreicher künstlicher Barrieren entlang des etwa 50 Kilometer langen Flusses beschlossen. Die betreffenden Bauten behindern seit Jahrzehnten die natürliche Wanderung von Fischen und Aalen sowie den Sedimenttransport im Flusssystem. Insgesamt wurden laut MedINA über 200 solcher Hindernisse im Einzugsgebiet dokumentiert. Ziel des Projekts ist es, den Sarantaporos wieder in seinen natürlichen Lauf zu bringen und damit die ökologische Stabilität des gesamten Aoos-Flusssystems zu stärken. Das Vorhaben steht im Zusammenhang mit EU-Vorgaben zur Wiederherstellung natürlicher Ökosysteme. Vertreter der beteiligten Institutionen betonten, die Maßnahmen basierten auf wissenschaftlichen Daten und dienten sowohl dem Schutz der Biodiversität als auch den Bedürfnissen lokaler Gemeinschaften. Griechenland wolle damit einen Beitrag zur europaweiten Renaturierung von Flusslandschaften leisten.
(Griechenland Zeitung/ ls)