Login RSS

Sprengstoff an Bord: Griechenland untersucht mysteriösen Drohnenfund vor Lefkada

Unser Beispielfoto (© Eurokinissi) zeigt einen Strand auf der Insel Lefkada. Unser Beispielfoto (© Eurokinissi) zeigt einen Strand auf der Insel Lefkada.

Vor der Insel Lefkada haben Fischer ein mutmaßlich militärisch genutztes See-Drohnenfahrzeug entdeckt. Die griechischen Behörden untersuchen derzeit das mit Sprengstoff beladene Objekt und wollen herausfinden, wie es in griechische Gewässer gelangen konnte.

Vor der griechischen Insel Lefkada im Ionische Meer haben Ende der vorigen Woche Fischer ein mit Sprengstoff beladenes See-Drohnenfahrzeug entdeckt, das derzeit von den griechischen Behörden untersucht wird. Das unbemannte Oberflächenfahrzeug (USV) des Typs Magura V5 ist ukrainischer Bauart und wurde in einer Küstenhöhle gefunden, wobei der Motor ersten Berichten zufolge noch in Betrieb war.

Nach Angaben der Küstenwache schleppte ein Fischer das Objekt zunächst in den Hafen von Vasiliki, bevor es zur weiteren Untersuchung auf einen Marinestützpunkt auf dem Festland gebracht wurde. Experten prüfen derzeit, wie das Drohnenboot in griechische Gewässer gelangte und ob es einen konkreten militärischen Auftrag hatte oder durch einen technischen Defekt vom Kurs abgekommen ist. Die griechische Regierung spricht von einem „sehr ernsten Vorfall“. Außenminister Jorgos Gerapetritis kündigte an, den Fall auch auf europäischer Ebene mit seinen Amtskollegen zu thematisieren und betonte, dass die Sicherheit der Schifffahrt in der Region nicht gefährdet werden dürfe.

Militärexperten halten es für möglich, dass das Drohnenboot im Zusammenhang mit militärischen Operationen im Kontext des Ukraine-Krieges steht. Möglicherweise sollte es als Kamikaze-Einheit gegen Schiffe eingesetzt werden. Parallel dazu sorgt der Vorfall auch politisch für Diskussionen in Griechenland. Die Opposition fordert Aufklärung über Herkunft, Zweck und mögliche Sicherheitsrisiken des Fundes. Die Ermittlungen der griechischen Streitkräfte und Sicherheitsdienste dauern an. (Griechenland Zeitung / eh)

Nach oben

 Warenkorb