Am Sonntag ereigneten sich auf der Insel Euböa gleich drei Erdbeben. Das stärkste hat eine Stärke von bis zu 5,2 auf der Richterskala erreicht. Es folgten mehr als 100 Nachbeben. Es wurden keine Verletzten gemeldet, es kam jedoch zu Sachschäden. Die Erderschütterung war auch in der Hauptstadt Athen zu spüren.
Im Norden Euböas ereigneten sich am Sonntag (7.6.) gleich drei Erdbeben der Stärke zwischen 4,3 und 5,2 auf der Richterskala. Es kam zu erheblichen Sachschäden an mindestens 15 Gebäuden, wobei es sich überwiegend um alte Häuser handelt, die zum Teil unbewohnt waren. Auf dem Berg Kantili kam es zu Erdrutschen; zum Teil wurde auch das Straßennetz in Mitleidenschaft gezogen; die Schäden konnten jedoch mittlerweile behoben werden. Das Epizentrum lag etwa fünf Kilometer südwestlich der Gegend Prokopi. Das erste Beben der Stärke 4,8 auf der Richterskala ereignete sich um 12.58 Uhr. Zwei Minuten später folgte ein weiteres Beben der Stärke 4,3 auf der Richterskala und um 13.02 Uhr folgte ein Beben, das eine Stärke von 5,2 auf der Richterskala erreichte. Seither wurden mehr als 100 Nachbeben registriert.
Experten geben Entwarnung
Im Fernsehen waren Menschen zu sehen, die verschreckt ihre Wohnungen verlassen hatten. Für eine ältere Frau musste eine sichere Unterkunft gesucht werden: Ein Teil der Hauswand war auf ihr Bett gestürzt. Zudem mussten weitere ältere Menschen aus ihren Häusern evakuiert werden. Die Seismologen zeigen sich angesichts der Erdbeben nicht beunruhigt. In der Region komme es immer wieder zu derartigen Erderschütterungen mit Stärken von etwa 5 auf der Richterskala. Zudem scheinen die seismischen Aktivitäten so zu verlaufen, dass man nicht auf ein weiteres, stärkeres Erdbeben schließen könne, so die Experten.
Die Panhellenischen Prüfungen der Schüler der dritten Klasse des Lyzeums, die mit dem deutschen Abitur beziehungsweise der österreichischen Matura vergleichbar sind, werden in der Region trotz dieses Vorkommnisses planmäßig durchgeführt. Die Schulgebäude seien bereits inspiziert und als sicher eingestuft worden, teilten Vertreter des Bildungsministeriums mit.
Die meisten Gebäude, die nun größere Schäden aufweisen, waren bereits durch ein Erdbeben im Mai 2025 beschädigt worden: Dieses hatte damals die Stärke von 4,5 auf der Richterskala erreicht. (Griechenland Zeitung / Elisa Hübel)