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Tötung junger Braunbären in Griechenland: Umweltschützer protestieren

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Unser Foto (© Eurokinissi) von einem Braunbär entstand im Attica Zoological Park. Unser Foto (© Eurokinissi) von einem Braunbär entstand im Attica Zoological Park.

In Griechenland sind innerhalb von nur zwei Tagen drei tote junge Braunbären aufgefunden worden. Darunter befindet sich auch „Kirki“, ein junges Bärenweibchen, das zuvor von der Umweltschutzorganisation ARCTUROS gerettet und erst kürzlich wieder ausgewildert worden war.

Nach bisherigen Erkenntnissen starb das Tier durch die Aufnahme von Giftködern.
In einem weiteren Fall wurde in der Region Voio in Westmakedonien ein etwa zweieinhalb Jahre alter männlicher Bär mit drei Schüssen in den Kopf getötet aufgefunden. Ein drittes Tier wurde in der Region Florina ebenfalls durch Schussverletzungen verendet entdeckt. Die zuständigen Behörden haben Ermittlungen eingeleitet.
ARCTUROS spricht von einem schweren Rückschlag für den Artenschutz und kritisiert anhaltende Defizite im staatlichen Management. Besonders der Fall „Kirki“ habe gezeigt, dass die Reaktionszeiten der Behörden im Umgang mit möglichen Giftködern zu lang seien, was weitere Tiere, darunter auch Haustiere, gefährden könne.
Die Organisation betont, dass die Bärenpopulation in Griechenland zwar erfolgreich stabilisiert worden sei, illegale Tötungen und Giftköder jedoch weiterhin eine der größten Bedrohungen darstellen. Gleichzeitig wird davor gewarnt, die Anwesenheit von Bären in Siedlungsnähe pauschal als „Überpopulation“ zu interpretieren.
ARCTUROS fordert die konsequente Umsetzung bestehender Schutzmaßnahmen, schnelle Einsatzteams sowie bessere Aufklärung der Bevölkerung, um ein konfliktarmes Zusammenleben von Mensch und Wildtier zu ermöglichen.
(Griechenland Zeitung / Elisa Warwas)

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