Der aus dem Indopazifik stammende Hasenkopf-Kugelfisch (Lagocephalus) breitet sich in den letzten Jahren in griechischen Gewässern aus und konnte inzwischen u. a. auch an den Küsten Attikas sowie im südlichen Golf von Euböa nachgewiesen werden.
Der Ichthyologe und Doktorand für Meeresbiologie an der Universität Thessalien, Dimitris Pafras, nannte gegenüber der Tageszeitung kathimerini als Gründe für die Ausbreitung dieser Fischart die steigenden Meerestemperaturen sowie das Fehlen natürlicher Feinde im Mittelmeer. Das griechische Rote Kreuz hat unterdessen ein Info-Video veröffentlicht, in dem Ratschläge gegeben werden, falls jemand von diesem Fisch gebissen wird. Manche Fischer beklagen, dass ihr Fang wegen der Präsenz des Hasenkopf-Kugelfisches um 70 Prozent zurückgegangen sei. Die Regierung soll nun prüfen, eine Fangprämie auszusetzen: Für jedes Kilo des Lagocephalus soll sie laut Medienberichten sechs Euro bezahlen.
(Griechenland Zeitung / ls/rs)
Einen ausführlichen Beitrag zu diesem Thema lesen Sie in der kommenden Ausgabe der Griechenland Zeitung, die am 24. Juni erscheint (GZ 1026).