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„Historischer Moment“: Der Olymp wurde Teil des UNESCO-Welterbes Tagesthema

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand auf dem Olymp. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand auf dem Olymp.

Am Sonntag beschloss das UNESCO-Welterbekomitee, das Gebirgsmassiv des Olymps in das UNESCO-Welterbe aufzunehmen. Premierminister Mitsotakis fasste zusammen, dass der „Götterberg“ nun „für immer geschützt werden muss!“ Nunmehr verfügt Griechenland insgesamt über 21 UNESCO-Welterbestätten.

Griechenland feiert einen historischen Erfolg: Der Olymp ist künftig Teil des UNESCO-Welterbes. Die Entscheidung wurde am Sonntag (26.7.) auf der 48. Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees im südkoreanischen Busan getroffen und würdigt den Berg als Kulturgut von außergewöhnlichem universellem Wert.

Erster Nationalpark Griechenlands
In einer offiziellen Mitteilung heißt es, dass der Olymp im Norden Griechenlands liegt und der höchste Berg des Landes ist. Sein besonderes Mikroklima, das durch die Nähe zum Meer und den starken Höhenunterschied geprägt wird, führt zu einer außergewöhnlichen Vielfalt an Landschaftsformen, Klimazonen und Vegetation. Hier sind fast 2.000 Pflanzenarten heimisch, viele davon endemisch. In der Region leben etwa Wildziegen, selten Greifvögel und Braunbären.

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In dieser „einzigartigen Landschaft“ verorteten die alten Griechen den Wohnsitz ihrer zwölf olympischen Götter unter der Herrschaft von Zeus, ebenso wie den Sitz der Musen. Durch die Werke von Hesiod und Homer wurde der Olymp zu einem zentralen Bezugspunkt der griechischen Mythologie in der gesamten griechischen und römischen Welt. Dadurch entwickelte er sich zu einem dauerhaften Symbol der griechischen Zivilisation. Markante Bergkämme (z. B. Mytikas-Stefani) sowie tiefe Schluchten (z. B. Enipeas) zeugen auch heute noch von Bewegungen der Erdkruste.
Mit einer Höhe von 2.918 Meter ist es der zweihöchste Berg auf der Balkan-Halbinsel; nur der Musala im bulgarischen Rila-Nationalpark ist mit 2.925 Metern geringfügig höher als der Olymp.
Zum Schutz seiner einzigartigen Landschaft wurde der Olymp bereits 1938 als erster Nationalpark Griechenlands ausgewiesen. Später erklärte das griechische Kulturministerium die Region auch zum archäologischen und historischen Schutzgebiet. Dazu zählt unter anderem Dion, die heilige Stadt der antiken Makedonen, die Zeus und den zwölf olympischen Göttern gewidmet war und zwischen dem 5. Jahrhundert v. Chr. und dem 5. Jahrhundert n. Chr. ihre Blütezeit erlebte.

21 UNESCO-Welterbestätten
Der griechische UNESCO-Botschafter Jorgos Koumoutsakos bezeichnete die Entscheidung als „historischen Moment“. Er hob hervor, dass die Aufnahme des Olymps einstimmig beschlossen wurde und betonte, dass 17 der 21 an der Sitzung beteiligten Staaten das Wort ergriffen hätten, um Griechenland zu unterstützen. Mit dem Olymp besitzt Griechenland nun 21 UNESCO-Welterbestätten und zählt damit zu den führenden Ländern im internationalen Schutz des Kultur- und Natur-Erbes.
Premierminister Kyriakos Mitsotakis stellte fest: „Von heute an wird der mythische Olymp zum Berg der gesamten Menschheit, der für immer geschützt werden muss!“ Die einstimmige Entscheidung der UNESCO, ihn in die Liste des Welterbes aufzunehmen, sei „ein nationaler Erfolg von herausragender Bedeutung“. Diese Auszeichnung eröffne zudem „neue Entwicklungsmöglichkeiten für die gesamte Region rund um diesen einzigartigen Lebensraum“. Der Regierungschef sprach von einer „Auszeichnung, die den jüngsten Erfolgen Griechenlands mit Zagori und den minoischen Palästen auf Kreta folgt.“
Zu den UNESCO-Welterben gehören u. a. die Athener Akropolis, der Tempel des Apollon Epikourios bei Bassai, die archäologische Stätte von Delphi, die mittelalterliche Stadt von Rhodos, Meteora, der Heilige Berg Athos, fünfzehn Kirchen und historische Bauwerke bzw. frühchristliche und byzantinische Denkmäler von Thessaloniki, das Heiligtum des Asklepios in Epidauros, die archäologische Stätte von Mystras, die archäologische Stätte im Antiken Olympia, die Insel Dilos, die Klöster Daphni, Osiou Louka und Nea Moni (Chios), Pythagorion und das nahegelegene Iräo (Heraion) auf der Insel Samos, die archäologischen Stätten von Vergina, Mykene, Filippi und Tiryntha, das historische Zentrum (Chora) von Patmos, die Altstadt von Korfu, die Landschaft von Zagori und die minoischen Paläste in Zentralkreta. (Griechenland Zeitung / Elisa Hübel)

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