Ein Waldbrand bei Nees Kryes Vryses bei Rethymnon auf Kreta hat am Mittwoch (29.7.) zwei Menschenleben gefordert. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich bei den Opfern um zwei Feuerwehleute, die im Kampf gegen die Flammen ausgerückt waren.
Sie sollen in den dichten Rauchwolken die Orientierung verloren haben und in ihrem Löschfahrzeug von den Flammen eingeschlossen worden sein.
Mindestens sechs Ortschaften mussten bisher evakuiert werden. Ein Vertreter der Feuerwehr erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur APE-MPE, dass es sich um einen „extrem gefährlichen Brand“ handle. Im Einsatz sind 125 Feuerwehrleute mit 27 Löschfahrzeugen. Von der Luft aus erhalten sie Unterstützung von vier Löschflugzeugen und vier Hubschraubern der Feuerwehr.
Unterdessen bestätigte die Feuerwehr den Tod der beiden Einsatzkräfte. In einer Stellungnahme sprach sie von einem „äußerst schweren Tag für das Feuerwehrkorps“. Die beiden Feuerwehrleute hätten „ihr Leben im Einsatz zum Schutz der Bevölkerung, ihres Eigentums und der natürlichen Umwelt verloren“. Die Leitung der Feuerwehr sprach den Familien und Angehörigen der beiden Verstorbenen ihr tiefes Mitgefühl aus. „Unsere Gedanken sind bei ihnen“, heißt es in der Mitteilung.
Das Feuer brach am Mittwochmittag in einem Gebiet mit landwirtschaftlichen Flächen sowie Busch- und Waldland aus. Stürmische Winde mit Böen von bis zu Stärke sieben erschweren die Löscharbeiten.
Die Feuerwehr ist am Mittwoch auch bei anderen größeren Wald- und Buschbränden im Einsatz, so etwa in Lakonien auf der Peloponnes und bei Plomari auf der Insel Lesbos. Ein Großbrand auf der Insel Paros konnte mittlerweile unter Kontrolle gebracht werden.
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(Griechenland Zeitung / eh)