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Dutzende Brände machen Griechenland schwer zu schaffen Tagesthema

Unermädlicher Einsatz der Feuerwehren (Foto: © Eurokiniss) Unermädlicher Einsatz der Feuerwehren (Foto: © Eurokiniss)

Die Feuerwehr ist an diesem Wochenende in Griechenland mit Dutzenden Bränden konfrontiert. Nach verheerenden Feuern, u. a. auf Paros und Kreta, wo auch Opfer unter den Feuerwehrleuten zu beklagen waren, standen nun die Insel Kefalonia sowie die Regionen um die Stadt Aigio, Böotien und Attika (Großraum Athen/Piräus) im Mittelpunkt.

Von Böotien aus breitete sich ein Feuer bis in die Großstadtregion Athen/Piräus (Attika) aus und begann sein zerstörerisches Werk. Wegen der stürmischen, z. T. orkanartigen Winde kann die Feuerwehr praktisch keine Löschflugzeuge einsetzen, sondern muss sich mit Löschhubschraubern und Bodentruppen begnügen. Erst etwa ab Sonntagmittag konnten an einigen Punkten wieder Flugzeuge fliegen, wie etwa der private TV-Sender Skai berichtete. Auf Kefalonia mussten zahlreiche Einwohner, aber auch Touristen, evakuiert werden. Bisher sind dort 250 Hektar Wald- und Buschland zerstört worden. Glücklicherweise mussten keine menschlichen Opfer beklagt werden; auch Privathäuser oder Hotels blieben verschont.
Äußerst schwierig gestaltet sich die Brandbekämpfung in den Orten Kryo Pigadi und Agios Nektarios im Nordwesten von Athen, östlich von Porto Germenos. Dort konnten bis Sonntagmittag auch noch keine Flugzeuge eingesetzt werden. Das Feuer hat sich am Sonntag wenige Hundert Meter an den Ort Agios Nektarios herangeabeitet; gefährdet ist auch das Dorf Kryo Pigadi in dieser Region. Die Brandherde sind wegen der geomorphologischen Bedingungen für Bodentruppen schwer zugänglich. Außerdem erschweren die heftigen Winde die Arbeiten der Feuerwehren. Der Erdbebenexperte und Geologieprofessor Vassilis Lekkas betonte im staatlichen Fernsehen ERT: „Bei Windböen von 120 bis 150 Kilometern pro Stunde ist es unmöglich, einen Brand einzugrenzen.“ (Griechenland Zeitung / Robert Stadler)

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