Griechenland Zeitung - Nachrichten / Chronik / Robert Stadler

Robert Stadler

Kleines Erdbeben der Stärke 3,8 in Athen

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Manche spürten es, manche spürten es nicht: Heute (11.9.) ereignete sich um 11.13 Uhr nahe der griechischen Hauptstadt ein Erdbeben der Stärke 3,8 der Richterskala. Die Experten orteten das Epizentrum acht Kilometer nordöstlich des ostattischen Ortes Nea Makri, der etwa 25 Kilometer Luftlinie vom Athener Zentrum entfernt ist. Die Seismologen signalisierten sofort Entwarnung. Es handle sich um eine kleine Erschütterung, sagte etwa der bekannte Experte Efthymios Lekkas gegenüber griechischen Medien. Ursache seien kleine Brüche in der Region, die keine großen Beben verursachen könnten, so die Meinung des Wissenschaftlers. Schäden wurden keine gemeldet.
Zuletzt hatte es in der Hauptstadt am 19. Juli dieses Jahres kräftig gewackelt, als ein Beben der Stärke 5,1 Bewohner und Besucher der Metropole erschreckte. Das Epizentrum lag damals nordwestlich von Athen am Parnitha-Gebirge. Das Team der Griechenland Zeitung hatte sich kurz nach dem Beben aus Sicherheitsgründen auf den großen Platz vor dem Athener Rathaus (Platia Kotzia) begeben. Bei der jetzigen Erderschütterung blieben hingegen alle auf ihrem Posten. (Griechenland Zeitung / rs; unser Archiv-Foto von eurokinissi zeigt die Akropolis in Athen)

 

Frischer Altweibersommer in Hellas

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Es tut sich nicht viel, das Wetter ist stabil, und es kommt einem das Wort Altweibersommer in den Sinn. Heute wird es wieder überwiegend heiter, Niederschläge sowie Gewitter erwartet der Griechische Wetterdienst EMY nur im Westen, Thessalien und Makedonien.

Attika (Athen/Piräus): Schöner Sommertag mit viel Sonne und einigen Wolken ab Mittag. Schwache bis mäßige Nordwinde. Höchstwerte bis 32° C.

Nordgriechenland (Thessaloniki): Die Bewölkung nimmt im Laufe des Tages zu und bringt lokale Niederschläge ab den Mittagsstunden. In West- und Zentral-Makedonien kann es generell immer wieder zu Regenfällen, aber auch Gewittern kommen. Temperaturen: bis 32° C.

Mittel- und Westgriechenland: EMY sagt für den nördlichen Bereich dieser Region vereinzelte Regenfälle und Gewitter voraus, im Süden lokale Niederschläge v. a. im Gebirge. Am Abend beruhigt sich die Lage. Temperaturen: bis 33° C; in Epirus drei bis vier Grad kühler.

Peloponnes: Geringe Bewölkung vor allem im Landesinneren, gegen Abend hellt es aber zunehmend auf. Hin und wieder einige Tropfen in den Bergregionen. Das Quecksilber bewegt sich durchschnittlich um die 30° C.

Ionische Inseln: Der Tag startet mit relativ dichter Bewölkung, die aber schrittweise verschwindet. Eventuell tröpfelt es auf Kefalonia. Höchstwerte: etwa 28° C.

Ägäis: Allgemein heiter und nur lokale Bewölkung. Temperaturen meist knapp unter 30° C. Die Winde wehen aus nördlichen Richtungen mit einer Stärke von bis zu 6.

(Griechenland Zeitung / rs)

Unser Archivfoto (© Griechenland Zeitung / Melissa Weyrich) entstand auf Akrokorinth.

Griechische Soldaten nach 167 Tagen zurück in der Heimat

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Zwei griechische Soldaten, die seit Anfang März in einem türkischen Hochsicherheitsgefängnis in Edirne festgehalten wurden, kamen heute Nacht (15.8.) frei. Sie wurden mit einer Regierungsmaschine im östlichen Nachbarland abgeholt und unter Begleitung zweier griechischer Minister nach Thessoliniki geflogen, wo sie wenig später von ihren Familien in Empfang genommen werden konnten. Ein türkisches Gericht hatte die beiden griechischen Offiziere vor wenigen Tagen freigesprochen. Angaben der Soldaten zufolge hatten sie Anfang März unwissentlich die griechisch-türkische Grenze am Evros-Fluss übershritten und waren auf türkisches Territorium gelangt. In den Medien zirkulierte sogar die Information, dass man die beiden griechischen Offiziere wegen Spionage anklagen könnte.
Nach der Freilassung hatte Verteidigungsminister Panos Kammenos ein Telefongespräch mit seinem türkischen Amtskollegen. Dabei brachte Kammenos seine Zufriedenheit über den Ausgang der Angelegenheit zum Ausdruck und lud den türkischen Verteidigungsdminister zu einem Besuch nach Griechenland ein. Andere Regierungsmitlgieder in Athen sprachen u. a. davon, dass nun die Perspektiven für eine weitere Verbesserung der griechisch-türkischen Beziehungen gegeben seien. In den vergangenen Monaten war es in den bilateralen Beziehungen immer wieder zu Spannungen gekommen. Ankara forderte beispielsweise u. a. die Auslieferung von acht türkischen Offizieren. Letztere hatten nach dem  gescheiterten Putsch in der Türkei gegen Präsident Erdogan im Sommer 2016 um politisches Asyl in Griechenland angesucht. Ihre Auslieferung an den Nachbarn hat das griechische Höchstgericht Areopag verboten. (GZrs)
Unser Foto von eurokinissi zeigt ein Treffen von Premier Alexis Tsipras mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan im Juli in Brüssel

Wahlen in Griechenland: Linkspartei SYRIZA wieder stärkste Kraft TT

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Anfangs schien es ein Derby um den Sieg bei den Parlamentswahen in Griechenland zwischen dem bisher regierenden Bündnis der Radikalen Linken (SYRIZA) und der konservativen Nea Dimokratia (ND) zu werden. Die Exit-Polls, die um 19 Uhr Ortszeit bekannt gegeben wurden, wiesen noch keinen klaren Wahlsieger aus. Nach etwa 50 Prozent der ausgezählten Stimmen liegt die Linkspartei jedoch eindeutig vorne. Ex-Premier Alexis Tsipras und sein SYRIZA kommen auf ca, 35,5 % der Stimmen, gefolgt  von der ND mit rund 28 %. Weitere sechs Parteien dürften bei diesem Stand der Dinge den Einzug ins Parlament schaffen und die Drei-Prozent-Hürde nehmen: die faschistische Chryssi Avgi (CA; 7,1 %), die sozialistisch-sozialdemokratische PASOK (6,4 %), die Kommunistische KKE (5,5 %), die liberale To Potami (4,0 %), die "Unabhängigen Griechen" (ANEL; 3,7 %) - bisheriger Juniorpartner in der SYRIZA-Regierung - und der Altpolitiker Vassilis Leventis mit seiner Zentrumsunion (EK; 3,4 %). Die "Volkseinheit" (LAE) - dabei handelt es sich um eine Abspaltung von SYRIZA - scheint mit ihrer Rhetorik gegen den Euro und als Repräsentant des "echten" SYRIZA ihr Ziel zu verfehlen und dürfte nicht im neuen Parlament vertreten sein. Wie es im Moment aussieht, könnte SYRIZA gemeinsam mit der ANEL erneut eine Regierungsmehrheit von etwa 155 (von 300) zustandebringen. Ex-Premier Alexis Tsipras wird am Montag von Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos den Auftrag zur Regierungsbildung erhalten.

Das Foto von eurokinissi zeigt den griechischen Staatspräsidenten Prokopis Pavlopoulos bei der Abgabe seiner Stimme.

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