Montag, 09. März 2015 11:05

Griechenlands Mangas

Der neue griechische Finanzminister Ioannis Varoufakis ist in Rekordzeit in der Eurozone zum Politikerschreck geworden. Was steckt hinter diesem Mann und hinter seiner Politik? 

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Die Finanzminister der Eurozone und die Europäische Zentralbank entschieden sich vergangene Woche, den Geldhahn für Griechenland vorerst nicht zuzudrehen. Zuvor hatte die neue Regierung in Athen deutliche Abstriche an ihren im Wahlkampf gegebenen Versprechungen gemacht.

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Am Donnerstag hat sich der neue griechische Finanzminister Janis Varoufakis mit seinem deutschen Amtskollegen Wolfgang Schäuble in Berlin getroffen. Die deutsche Seite, so stellte er klar, wünsche keine Abstriche an dem mit den internationalen Geldgebern vereinbarten Spar- und Reformprogramm (Memorandum). Dies müsse bis zum Ende durchgeführt werden. Gleichzeitig stellte Schäuble klar, das Griechenland in die Eurozone gehöre. Beim Treffen habe es zwar keine Vereinbarung gegeben, aber man such nach einer Lösung.

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Der EU-Wirtschafts- und Finanzkommissar Pierre Moscovici (Foto: r.) stattete am Montag sowie am heutigen Dienstag der griechischen Hauptstadt einen offiziellen Besuch ab. Es war sein erster Auslandsbesuch auf diesem Posten.

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Belgien / Brüssel. Die Finanzminister der Eurozone entschieden am Sonntagabend,  den Nothilfeplan für Griechenland zu aktivieren. Der Präsident der Eurogruppe Jean Claude Juncker sagte auf einer Pressekonferenz im Anschluss an das Treffen der Euro-Finanzminister, die EU-Kommission und die Europäische Zentralbank hätten sich vergewissert, dass Griechenland keinen ausreichenden Zugang zu den internationalen Finanzmärkten mehr habe. Aus diesem Grund sei die Aktivierung des 110 Milliarden Euro umfassenden Rettungsmechanismus notwendig geworden, so Juncker. 80 Milliarden Euro stellen die 15 Euroländer zur Verfügung, weitere 30 Milliarden werden vom Internationalen Währungsfond (IWF) beigesteuert.
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