Grabanlage von Amphipolis soll Tourismus in Griechenland stärken

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Grabanlage von Amphipolis soll Tourismus in Griechenland stärken

Die Präfektur Zentralmakedonien will die Ausgrabungsstätte von Amphipolis in Nordgriechenland touristisch nutzen. Zu diesem Zweck soll die Infrastruktur entsprechend ausgebaut werden. Profitieren soll dadurch die gesamte Region nordöstlich von Thessaloniki. Das kündigte am Wochenende der Präfekt von Zentralmakedonien Apostolos Tzitzikostas an.

Seit Anfang August, als Einzelheiten über die dort gefundene große Grabanlage aus der Antike veröffentlicht wurden, haben die Besucherzahlen in Amphipolis drastisch zugenommen. Vor allem an den Wochenenden sei der Andrang sehr groß. – Medienberichte, wonach über 4.000 Anträge für die Eröffnung von Grillstuben und Kantinen gestellt worden seien, wurden vom Bürgermeister allerdings dementiert. Die antike Stadt Amphipolis wurde etwa im Jahr 438 vor Christus an der Mündung des Strymonas-Flusses gegründet.
Die Ausgrabungen der Stadt haben bereits im Jahr 1956 begonnen. Die gefundene Grabanlage stammt aus der Zeit zwischen 325 und 300 vor Christus. Es gibt zahlreiche Spekulationen darüber, wer darin eventuell bestattet sein könnte. Es könnte aber auch sein, dass das Grab z.B. für Alexander den Großen errichtet wurde, und dass überhaupt niemand darin bestattet wurde.
Zu den bisher wichtigsten Funden zählen zwei Sphinx-Statuen (2,05 Meter hoch) sowie zwei Karyatiden (2,27) Meter hoch und ein besonders beeindruckendes Mosaik (2,5 x 4 Meter groß). (Griechenland Zeitung / eh)

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