Das sagenumwobene Griechenland

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Unser Foto (© Griechenland Zeitung / Jan Hübel) entstand oberhalb des Hera-Heiligtums von Perachora („Heraion“), ca. 10 Kilometer von Loutraki (bei Korinth) entfernt. Ein mythisch-mystischer Ort, den auch unsere Katze sichtlich genießt. Unser Foto (© Griechenland Zeitung / Jan Hübel) entstand oberhalb des Hera-Heiligtums von Perachora („Heraion“), ca. 10 Kilometer von Loutraki (bei Korinth) entfernt. Ein mythisch-mystischer Ort, den auch unsere Katze sichtlich genießt.

Hellas ist das Land der Mythen, Märchen und Legenden. Stumme Ruinen und lebendige Bräuche erinnern an jahrhundertealte Geschichten. Am Tag des heiligen Konstantin und der heiligen Helena, dem 21. Mai, zum Beispiel passiert bei einem dreitägigen Fest in Makedonien etwas Geheimnisvolles.



Tänze auf Kohlen

Das Feuer steht im Mittelpunkt dieser Geschichte. Sie führt nach Makedonien, zu den Feuerläufern von Agia Eleni, einem kleinen Dorf bei Serres. Die Vorfahren der Bewohner stammten aus dem südostbulgarischen Kosti. Im Mittelalter brannte die dortige Kirche des heiligen Konstantin. Die Ikonen riefen verzweifelt um Hilfe. Mutige Einwohner betraten das brennende Gotteshaus. Heldenhaft versuchten sie, die Heiligenbilder zu bergen. Die Heiligen selbst schützten sie und die Retter kamen unversehrt mit den Ikonen aus der Kirche. Seit dieser Zeit begehen die sogenannten Seufzer den Feuerlauf. Er führt sie über mehrere hundert Grad heiße Kohlen. Am Tag des heiligen Konstantin und der heiligen Helena, dem 21. Mai, beginnt ihr dreitägiges Fest. Reinen Herzens und von den Heiligen scheinbar aufgefordert tanzen sie in Trance über ein glühendes Kohlenfeld. Mittlerweile gibt es Stimmen, die auf vorchristliche Feuerläufe zu Ehren des Gottes Dionysos verweisen. Er war der Gott der Ekstase. Vermischen sich hier vorchristliche und christliche Traditionen? Das kann aufgrund der jahrtausendealten Geschichte Griechenlands durchaus sein. Hellas ist schließlich nicht nur ein sagenhaftes, sondern auch ein sagenreiches Land.
 
In unserem Griechenland Journal Nr. 4, das Anfang Juni erscheint, nimmt Sie Alexander Jossifidis auf eine mystisch-mythische Reise mit, von der der obige Text nur ein kleiner Ausschnitt ist. Kennen Sie die historische Bedeutung des sagenumwobenen Flusses Acheron und die Legende von der sprechenden, schwarzen Taube? Haben Sie von der Geschichte der rettenden Schlangen auf Kefalonia und der mysteriöse Schattenarmee auf Kreta schon mal etwas gehört? Und wer ist Johannes der Russe? Dies und Vieles mehr gibt es bald zu lesen!

Sie können es kaum erwarten? Dann vertreiben Sie sich doch die Wartezeit mit dem Griechenland Journal Nr. 3.

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