Europäischer Museumspreis 2019: Museen auf Kreta und in Athen nominiert

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Foto © Archäologisches Museum Eleftherna Foto © Archäologisches Museum Eleftherna

Das Kostas Kotsanas Museum in Athen, das technologische Erfindungen aus der Antike Griechenlands zeigt, sowie das Archäologische Museum von Eleftherna (Kreta) wurden vom Europäischen Museumsforum (EMF) für den „Europäischen Museumspreis 2019“ (EYYA) nominiert. Um die Auszeichnung konkurrieren Museen aus über 30 anderen Ländern.

Das Museum der antiken griechischen Technologien wurde erst Anfang des Jahres in Athen eröffnet. Davor präsentierte es seine Objekte, bereits ab 2003, in Katakolo, einem Ort in der Nähe des antiken Olympia. Das Museum zeigt die erstaunlichen technologischen Innovationen der griechischen Antike. Die über hundert voll funktionsfähigen Replikate sowie detailgetreue Modelle wurden vom Gründer des Museums Kostas Kotsanas selbst hergestellt. U. a. können  die Besucher den Mechanismus von Antikythera bestaunen, mit dem die Griechen den Sternenhimmel analysierten, den Quadranten des Hipparchus, Apparate zur Herstellung von Kleidung und viele weitere Erfindungen.

Das Archäologische Museum von Eleftherna ist das erste seiner Art auf Kreta. Es beherbergt die archäologischen Funde der Ausgrabungen, die seit 30 Jahren im antiken Eleftherna – in der Region zwischen Rethymno und Herakleio – durchgeführt werden. So konnte die Geschichte der Stadt von 3000 vor bis 1300 n. Chr. rekonstruiert werden. Alltägliche Objekte, religiöse Gegenstände sowie Kunstwerke werden in drei Hallen präsentiert. Je nach Stand der Grabungen wird die Ausstellung um neue Erkenntnisse und Funde erweitert.

Ende Mai 2019 wird der Gewinner des „Europäischen Museumspreises“ vom EMF gekürt.  Die Non-Profit-Organisation EMF wurde 1977 vom Europäischen Rat gegründet und widmet sich seitdem der Förderung von wichtigen und originellen Museen in Europa. (GZjs)

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