Griechenland/Athen:12 Parkhäuser mit insgesamt 7.600 Stellflächen
für Pkw sollen bis zur Olympiade 2004 in Athen fertig gestellt
werden. Wie Vásso Papandréou, Ministerin für Umwelt, Raumordnung
und öffentliche Arbeiten, am Wochenende mitteilte, wird ganz Attika
damit über knapp 70.000 Pkw-Parkplätze verfügen. Ob der täglich
steigende Bedarf damit gedeckt ist, wagen Kritiker zu bezweifeln.
ln. Die Bürgersteige der Hauptstadt werden bereits seit
Jahren regelmäßig zu Parkplätzen umfunktioniert; auf Straßen mit
Park- und Halteverbotsschildern ist es üblich, das Auto ohne
Bedenken abzustellen, oftmals sogar in einer zweiten Reihe. Diese
widerrechtlich abgestellten Fahrzeuge bilden nicht selten arge
Verkehrshindernisse, wodurch das Verkehrsproblem in der
griechischen Metropole weitere verschärft wird. Selbst die größte
Fußgängerzone Europas, der Ring rund um die Akropolis
einschließlich der "Dionyssìou-Areopagítou-Allee" (unterhalb des
Herodes-Attikus-Theaters), die vor einigen Monaten fertig gestellt
wurde, verkommt mehr und mehr zu einem illegalen Parkplatz; Not
macht eben erfinderisch. Aus dieser Sicht ist es nicht
verwunderlich, dass in Athen landesweit die höchsten Parkgebühren
bezahlt werden müssen: Die Preise für einen Stellplatz liegen
zwischen 3 und 12 Euro. Für acht Stunden Parkzeit zahlt man
beispielsweise am Klafthmónos-Platz oder in der zentralen
Sólonos-Straße 7 Euro. Wer einen Garagenplatz für einen ganzen
Monat mieten will, muss in Nobelviertel Kolonáki zwischen 120 und
240 Euro löhnen. In Piräus ist der Garagenplatz bereits für 90 Euro
zu haben.