Ein Offshore-Unternehmen soll der Metropolit von Attika,
Panteleimon, besitzen. Seinen Sitz hat das Unternehmen mit dem
Namen „High Sky Trading“ Berichten der Zeitung „Apogevmatini“
zufolge auf den Prinzeninseln in der Karibik. Mit diesem
Unternehmen soll Panteleimon, der vor einigen Tagen von der
Ständigen Heiligen Synode für sechs Monate vom Dienst suspendiert
worden war, Geld ins Ausland zu transferiert haben. Involviert in
den Skandal, der gegenwärtig die orthodoxe Kirche schüttelt, ist
möglicherweise auch der Pressesprecher von Erzbischof
Christodoulos. Presseberichten zufolge soll er Tonträger gekauft
haben, auf denen belastendes Material gegen mehrere Metropoliten
aufgezeichnet war.
Zur Übergabe des Materials soll es angeblich
nicht gekommen sein. Der Metropolit von Zakynthos, Chrisostomos,
hat von Erzbischof Christodoulos umgehend eine Erklärung über den
Vorfall gefordert. Der Erzbischof fragte gestern auf eine
entsprechende Frage von Journalisten, ob er sich nicht von jedem,
den er grüße, künftig den Personalausweis und einen Auszug aus dem
Strafregister vorweisen lassen solle. Er fügte hinzu, daß er
keinerlei Akzeptanz oder Amnestie gegenüber jenen zeigen werde, die
es an der gebührenden Achtung fehlen lassen würden. Das Wort der
Wahrheit, so der Erzbischof, werde teuer bezahlt. Deshalb fühlten
sich die Schuldigen betroffen. Es möge sein, daß sie sich
zusammenschlössen, um Probleme zu schüren. Wenn aber erst einmal
der Kopf gefallen sei, sei es leicht, den gesamten Körper zu Fall
zu bringen. Ein Bischof, so der Rat von Christodoulos, solle am
besten in einem Glashaus wohnen, damit er keine Geheimnisse haben
könne. Die Außenwelt verfolge aufmerksam, was er sage, was er tue,
mit wem er zusammen arbeite, wann er bete und wie er esse. Für
einen Bischof, so das Resümee des Erzbischofs, gebe es kein
Privatleben. Das habe immer gegolten und gelte heute noch viel
mehr. Hochwasser am Evros geht langsam zurück Trotz der gesunkenen
Pegelstände des Evros und seiner Nebenflüsse sind die Behörden in
Nord-West-Griechenland noch immer in Alarmbereitschaft versetzt.
Rund 3.300 Hektar Land wurden überflutet. Eine Brück über den Fluß
Arda mußte aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Landesweiter
Streik der Banken Geschlossen blieben heute die Banken des Landes.
Mit dieser Maßnahme wollen die Bankangestellten gegen geplante
Änderungen im System der Renten- und Sozialversicherung
protestieren. Vorgesehen ist seitens der Regierung, das Rentenalter
anzuheben und gleichzeitig die Renten zu senken. Premier Karamanlis
reist nach Brüssel Nach Brüssel reist heute Premier Kostas
Karamanlis, um an den Gesprächen der Führer der Staaten der
Europäischen Union mit US-Präsident George Bush teilzunehmen.
US-Präsident Bush will mit seinen europäischen Verbündeten eine
neue Ära der Einigkeit einläuten. "Keine Macht auf Erden wird uns
je voneinander trennen", ist bereits vorab im Manuskript zu lesen.
Vor seiner Rede traf Bush zunächst mit Belgiens Regierungschef
Verhofstadt und König Albert II. zusammen. Fußball: In der ersten
Liga rückt die Spitze zusammen In der 1. Fußball-Liga geht es
drunter und drüber. Spannend bleibt es in jedem Fall. Olympiakós
Piräus hatte offenbar nach dem Sieg im UEFA-Cup gegen Socheaux vom
letzten Donnerstag noch schwere Beine. Die Hafenstädter mußten sich
bei Aufsteiger Ergotélis aus Kreta mit 2:1 geschlagen geben.
Nutznießer dieses Patzers war Verfolger Panathinaikós Athen. Durch
einen 1:0-Sieg bei Ägáleo konnte Panthinaikos bis auf zwei Zähler
zu Olympiakos aufschließen. Einen Punkt dahinter rangiert AEK
Athen, das sich gegen Iraklís aus Thessaloniki mit 2:1 durchsetzte.
Tabellenschlußlicht ist weiterhin Kerkyra. Das Wetter Das Wetter
ist heute im Großraum Athen durchwachsen. Die mäßigen Winde wehen
aus südwestlicher Richtung. Für die Hauptstadt erwarten die
Meteorologen immer wieder Wolkenfelder; es gibt aber auch längere
sonnige Abschnitte. Lokale Regenfälle von kurzer Dauer sind
möglich. Die Temperaturen bewegen sich weiterhin auf einem für die
Jahreszeit normalen Niveau und erreichen heute im Stadtzentrum etwa
15 Grad Celsius. Kultur- und Ausgehtips für Athen (21.2.05) Ein
Benefizkonzert mit einer der bekanntesten Sängerinnen
Griechenlands, Maria Farantoúri, findet heute abend in der
Nationaloper, der Ethnikí Lyrikí Skiní, statt. Farantouri wird
Lieder von Mikis Theodorakis und Manos Chatzoidakis singen. Die
Einnahmen des Konzerts gehen an den Verein „Poreía agápis“, der
sich um elternlose und vernachlässigte Kinder kümmert. Im
Kulturzentrum „Daís“ in der Mesogeíon-Straße 151 tritt heute um
20.30 Uhr die bekannte griechische Pianistin Dora Bakopoúlou auf;
begleitet wird sie von Theódoros Kerkézos auf dem Saxophon. Die
beiden spielen Werke von Gounod, Poulenc und Ravel. Das Ensemble
„Enodon“ spielt heute abend im „Odeío Athinón“ Musik aus dem 16.
und 17. Jahrhundert. Das Odeon befindet sich in der Vassilíou
Georgíou-Straßr 17. Der Eintritt ist frei. Eine Stimme für zwei
Klaviere. Unter diesem Titel wartet auf das Publikum ein
attraktiver Abend im „Odeíon Filippos Nákkas“ in der
Ippokrátous-Straße 41. Auf der Bühne stehen die Sängerin Eleni
Tsalingopóulou sowie die Pianisten Jorgos Andréou und Nikos
Kalantzákos. Die Veranstaltung beginnt um 20.30 Uhr. Im
Goethe-Institut Athen wird heute eine Fotoausstellung von Katerina
Soitopoúlou-Mavrokefalídou eröffnet. Titel der Schau ist „Verliebt
in Berlin“. Die Ausstellung ist von Montag bis Donnerstag von 9 bis
21 Uhr, am Freitag von 9 bis 19 Uhr und am Samstag von 9 bis 13 Uhr
geöffnet. Die Ausstellung dauert bis zum 26. März. Die berühmte
Akrobatikgruppe Les Arts Sauts begann vor kurzem ihre Aufführungen
in Goudí. Neben Akrobatik bietet die Truppe aber auch Musik, Gesang
und Tanz. Die Veranstaltung trägt den Titel „Ola Kalá“ und sie
dauert bis zum 13. März. Im Coronet Theater in Pangrati ist das
weltberühmte Prager „Image Black Light Theatre“ zu Gast. Die Truppe
zeigt Theater, Pantomime und Tanz unter dem Titel „Black Box“. Die
Aufführungen wurden wegen des großen Erfolges bis zum 27. Februar
verlängert. Jazz darf heute nicht fehlen: Die Formation „Strong
& Straight mit dem Joe Chambers Quartet und Garry Bartz“ tritt
noch bis 24. März im Half Note Jazz Club im Stadtteil Mets auf. Und
noch ein Tip für Morgen: Im Megaron Moussikis steht morgen Dienstag
ein Abend mit traditionellen Liedern und traditioneller Musik der
Ionischen Inseln auf dem Programm. Mehrere Gruppen nehmen daran
teil. Die Musik aus Korfu hat deutliche italienische Einflüsse.