Skandale in der Kirche erreichen auch Erzbischof Christodoulos Von
Tag zu Tag größere Ausmaße nehmen die Skandale im Inneren der
griechisch-orthodoxen Kirche an. Dementiert wurde vom Erzbistum in
Athen die Darstellung des Patriarchen von Jerusalem, Irinäos,
wonach der von Interpol gesuchte Apostolos Vavylis im Jahre 2001
gemeinsam mit dem Ex-Polizeioffizier Ioannis Triantafyllakis nach
Jerusalem gereist sei. Zugeben mußte das Erzbistum in Athen
gestern, daß sich Erzbischof Christodoulos „zufällig“ doch mit dem
Achrimandriten Iakowos Iosakis getroffen hatte. Bisher hatte
Christodoulos die Bekanntschaft mit Iosakis bestritten.
Archimandrit Iosakis sitzt wegen mehrerer Straftaten – darunter
Diebstahl von Ikonen aus einem Kloster – in Untersuchungshaft im
Gefängnis Korydallos bei Athen ein.
EU-Fördermittel für
Griechenland in Gefahr Für den Fall, daß das vor einigen Wochen im
Parlament verabschiedete Gesetz über den „Hauptaktionär“, das den
Besitz von Massenmedien regeln soll, in Kraft bleibt, kündigte die
polnische EU-Kommissarin für Regionalpolitik, Danuta Hübner,
einschneidende Maßnahmen an. In den kommenden Tagen wolle sie den
Antrag stellen, daß EU-Fördermittel für laufende und für künftige
Projekte ausgesetzt würden. Informationen der Zeitung „To Vima“
zufolge, habe der Rat der Generaldirektoren diesem Anliegen bereits
zugestimmt. Ein entsprechender Beschluß soll der griechischen
Regierung innerhalb von zwei Wochen mitgeteilt werden. Während des
jüngsten Treffens von drei Regierungsmitgliedern aus Athen in
Brüssel mit dem Generaldirektor der Europäischen Kommission für den
Binnenmarkt, Alexander Schaub, soll die griechische Seite
allerdings einen Aufschub der Maßnahmen ausgehandelt haben, um
weitere Beweise für die Notwendigkeit des neuen Mediengesetzes
liefern zu können. Seitens der PASOK wurde die Reise nach Brüssel
heftig kritisiert. PASOK-Präsident sprach von einem „Geständnis von
drei Ministern bei irgend einem Direktor der Europäischen Union“.
Demgegenüber habe sich die PASOK immer wieder für die
Unabhängigkeit des Landes eingesetzt und fordere auch weiterhin,
daß „Griechenland den Griechen gehört“. Im UEFA-Cup geht es heute
für die griechischen Mannschaften um die Wurst Panathinaikós Athen
und Olympiakós Piräus treten heute abend zu zwei wichtigen Spielen
im UEFA-Cup an, die über das Weiterkommen in die nächste Runde
entscheiden werden. Panathinaikós trifft in der Rückrunde in
Spanien auf Sevilla und Olympiakós in Frankreich auf Saucheaux. Die
griechischen Clubs siegten in den beiden ersten Begegnungen jeweils
mit 1:0, und es genügt ihnen nun ein Unentscheiden, um sich für die
besten 16 im UEFA-Cup zu qualifizieren. Am gestrigen Abend war
Spieltag in der Champions League. Für den deutschen Vertreter
Werder Bremen setzte es dabei eine schmerzliche Niederlage. Die
Norddeutschen verloren zu Hause gegen Lyon mit 3:0. Das Wetter Nach
langer Zeit erwartete die Hauptstadtbewohner heute morgen ein
wunderschöner, frühlingshafter Tag. Im gesamten Landesgebiet ist
die Wetterlage freundlich; Niederschläge und Gewitter von kurzer
Dauer werden nur in Nordwestgriechenland und auf den ostägäischen
Inseln erwartet. Im Großraum Athen scheint heute überwiegend die
Sonne, nur selten werden einige Wolken am Himmel zu sehen sein. Die
Winde wehen schwach aus westlicher Richtung. Die Temperaturen
erreichen in der Stadtmitte ansehnliche 18 Grad Celsius. Kultur-
und Ausgehtips für Athen (24.2.05) Die Blues Band des Gitarristen
Scott Henderson sorgt von heute bis Samstag im „Athina Live“ für
Stimmung. Das Lokal befindet sich in der Leofóros Posidónos 3 in
Moschátou. Der kretische Barde Loudovíkos ton Anojíon ist heute
Gast im „Another Club“ in der Akadimías-Straße The Big Deal Trio
hat heute seinen Auftritt im „Paráfono“ in der Asklipíou-Straße 130
a. Beginn der Veranstaltung ist 22.30 Uhr. Die dreiköpfige Gruppe
Panseliniáda steht heute im „Alli Ochthi“ auf der Bühne. Das Lokal
hat sich der traditionellen griechischen Musik verschrieben und
befindet sich in der Artemónos-Straße 9 in Neos Kosmos. Noch bis
Samstag gibt der griechische Rocker Vassílis Papakonstantínou
Vorstellungen im „Oxygóno“. Das Lokal befindet sich in der
Vourváchi-Straße in Neos Kósmos. In der Nationalpinakothek läuft
nur noch bis zum Wochenende eine Retrospektive mit ca. 350 Bildern
von Alékos Fassianós. Präsentiert werden Werke aus allen
Schaffensperioden: Von Arbeiten, die der Maler als 15jähriger
schuf, bis hin zu Bildern jüngeren Datums. Der 69jährige
griechische Maler ist weit über die über Grenzen des Landes hinaus
bekannt. Zu seinen Lehrmeistern gehörten Jannis Móralis und Jánnis
Tsarouchis. Neben Malereien befinden sich auch Gravuren, Skizzen
und Entwürfe unter den ausgestellten Objekten. Die gesamte Schau
steht unter dem Titel „Mythologien der Alltäglichkeit“. Nützen Sie
diese Tage zu einem Besuch des fantastischen Neuen Digitalen
Planetariums in der Syngroú-Straße 387 in Paläo Fáliro. Dort werden
derzeit digitale Dokumentarfilme für Kinder und Erwachsene über den
Meeresgrund gezeigt. Die Musik stammt von Sting. Noch ein Tip für
morgen: Das Megaron Moussikis lädt morgen Freitag zu einem Konzert
mit dem Kamerata-Orchester und dem Pianisten Dimitris Sgoúros. In
erster Linie werden Werke von Ludwig van Beethoven präsentiert.
Dirigent der Aufführung ist Aléxandros Myrát.