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HellasProducts-Tagesthemen (28.2.05): Erzbischof Christodoulos schließt Rücktritt aus + Regierung für Selbstreinigung der Kirche + Schiffe bleiben wegen Streik in den Häfen + Universitäten bleiben geschlossen + Wetter + Kultur

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Erzbischof Christodoulos denkt nicht an Rücktritt. „Wenn sie denken, daß sie uns bekämpfen und ich dann zurücktrete, oder schweige, dann sprechen wir von geistiger Umnachtung“, erklärte er in seiner Sonntagspredigt. Die Skandalredner, so der Erzbischof, würden kommen und gehen. Deshalb solle keiner der Kirche den Rücken drehen. „Wir“, so Christodoulos, „sind nicht Pfarrer geworden, um reich zu werden.
Ich selbst verfüge nicht über einen Groschen.“ Kritik übte Christodoulos auch an den Medien. Es sei eine Schande für die Griechen, daß sie hinter dem Fall Vavylis ihre Seriosität verlören. Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts ALCO zufolge, die am Sonntag veröffentlicht wurde, sind 56,2 Prozent der Befragten, daß Erzbischof Christodoulos zurücktreten solle. Lediglich 26,1 Prozent sind gegenteiliger Meinung. Der Metropolit von Thessaloniki räumte ein, daß es tatsächlich ein Problem gebe. Dies müßten die verantwortlichen Untersuchungsorgane herausfinden. Er rief die Gläubigen dazu auf, den Montag mit Gebeten in der Kirche zu verbringen. Regierung für Selbstreinigung der Kirche Die Regierung unterstützt die Vorschläge der Kirche und von Erzbischof Christodoulos für eine Selbstreinigung der Kirche. Das erklärte der Sekretär der regierenden Nea Dimokratia, Vangelis Meimarakis. Gleichzeitig wies er die Schuld an den jüngsten Vorfällen, vor allem die Aktivitäten des zwielichtigen Apostolos Vavylis, der von der griechischen Polizei und von Interpol gesucht wird, der früheren PASOK-Regierung zu. Schiffe bleiben wegen Streik in den Häfen Wegen eines Streiks der Panhellenischen Seemannsvereinigung bleiben heuten und morgen die Schiffe des Landes in den Häfen vertäut. Die Seeleute werfen der Regierung vor, daß sie nichts gegen die hohe Arbeitslosigkeit, von der viele Seeleute betroffen sind, unternehme. Ein Treffen mit Schiffahrtsminister Manolis Kefalojannis am Freitag wurde von der Seefahrtsvereinigung als „fruchtlos“ bezeichnet. Auf dem Forderungskatalog der Seeleute stehen u.a. die Verdoppelung der Zuschläge, die Befreiung von der Einkommenssteuer sowie die Gründung einer unabhängigen Kasse für Arbeitslose. Universitäten bleiben geschlossen Geschlossen blieben heute auch die Universitäten und Hochschulen des Landes. In Athen und anderen Städten des Landes fanden Kundgebungen der Pädagogen statt. Das Wetter Im Westen, auf den ostägäischen Inseln, aber auch auf dem Dodekannes wird es heute bereits zu Niederschlägen und teils heftigen Gewittern kommen. Athen bleibt von diesen Wetterphänomenen heute noch verschont. Wenn der Himmel über Attika auch überwiegend von Wolken verhangen ist, so kommt doch hin und wieder die Sonne durch. Die Temperaturen erreichen in der Stadtmitte noch etwa 16 Grad Celsius. Für morgen sagen die Meteorologen jedoch eine spürbare Verschlechterung der Lage und einen Temperaturrückgang voraus. Kultur- und Ausgehtips für Athen (28.2.05) Beginnen wir heute unsere musikalische Tour durch Athen mit dem „House of Art“: Die Sängerin Tania Nassíbian interpretiert heute und morgen im „House of Art“ griechische Musik sowie ausländische Lieder in insgesamt fünf Sprachen. Das „House of Art“ befindet sich in der Sachtoúri-Straße in Psirrí. Im „Odeíon Filíppos Nákkas“ in der Ippokrátous-Straße 41 wird heute wieder das Klavier im Mittelpunkt stehen. Dazu laden die Sängerin Kalliopi Vétta ein, die von zwei Pianisten – Jorgos Ioánnou und Ouranía Lambropoúlou – begleitet wird. Vétta wird eigene Lieder vortragen, aber auch zahlreiche andere Songs aus einem breiten Repertoire. Die Veranstaltung beginnt um 20.30 Uhr, der Eintritt kostet 20 Euro. Im Goethe-Institut Athen stehen heute Psalmen, Hymnen und Tänze auf dem Programm. Auf der Bühne stehen die Cellistin Anja Lechner und der Pianist Vassílis Tsambrópoulos. Auf dem Spielplan haben die beiden Künstler Werke von Gurtziew sowie von Tsambrópoulos selbst, der in seinen Kompositionen an die byzantinische Musiktradition anknüpft. Das Duo hat im vergangenen Oktober mit dem bekannten deutschen Produzenten Manfred Eicher und unter dem Label der ECM eine CD aufgenommen. Eben diese CD präsentieren die beiden Musiker heute und morgen im Goethe-Institut in der Omirou-Straße. Der Eintritt kostet 25 Euro. Mitglieder der Klaviermeisterklasse haben heute im Ethnikó Odeío einen Auftritt. Heute sind Konstantin Ganev und Julia Ganeva an der Reihe. Das Kulturzentrum „Daís“ präsentiert heute abend wieder junge Musiker zwischen 12 und 23 Jahren. Sie spielen unter anderem Werke von Bach, Tschaikowsky, Chopin und Debussy. Das „Dais“ befindet sich in der Mesogeion-Straße 151. Tassos Christojannópoulos und Tatiána Zográfou interpretieren heute im „Trianon“ Lieder unter der Begleitung von Klavier, Flöte und Mandoline. Als Sprecherin fungiert Marina Psálti. Die Gruppe Rebét Askér widmet den heutigen Abend im „Cafe Alábastron“ Liedern aus Smyrna und Rembetika-Melodien. Das Cafe befindet sich in der Damáreos-Straße 78 in Pangráti. Die berühmte Akrobatikgruppe Les Arts Sauts begann vor kurzem ihre Aufführungen in Goudí. Neben Akrobatik bietet die Truppe aber auch Musik, Gesang und Tanz. Die Veranstaltung trägt den Titel „Ola Kalá“ und sie dauert bis zum 13. März. Die feurige Truppe „Balagan“ tritt seit kurzem im Jálino Dinner Theater in der Leofóros Syngroú 143 mit Musik und Akrobatik auf. Für die Regie zeichnet Sebastiano Tom verantwortlich, bekannt vom Tiger Lillies Circus. Die Vorstellungen von „Balagan“ dauern bis zum 20. März.
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