Griechenland/Athen. Zur Beerdigung von Papst Johannes Paul II. am
Freitag in Rom wird außer dem griechischen Staatspräsidenten
Karolos Papoulias auch Erzbischof Christodoulos in Begleitung
dreier Metropoliten reisen. Es ist die erste Reise eines orthodoxen
Athener Erzbischofs in den Vatikan seit rund 1000 Jahren. Honig mit
gefährlichen Substanzen wird aus dem Handel gezogen
Griechenland/Athen.
23 von insgesamt 38 griechischen Honigsorten
werden derzeit aus dem Handel abgezogen. Hintergrund sind
krebserregende benzolhaltige Subtanzen, die in diesem Honig
nachgewiesen werden konnten. Die griechische Regierung kündigte an,
daß die Kontrollen fortgesetzt werden. Bis zum Donnerstag sollen
die als gefährlich eingestuften Produkte aus allen Regalen im
griechischen Einzelhandel verschwunden sein. Griechenlands Premier
Karamanlis fordert nachhaltige Wirtschaftsentwicklung
Griechenland/Athen. Griechenland benötige „dringend eine neue und
starke Wirtschaft“, Das erklärte der griechische Premier Kostas
Karamanlis in einer Rede vor der Vereinigung der griechischen
Wirtschaftskammern, die gestern ihr 25jähriges Jubiläum feierte.
Gegenwärtig, so Karamanlis, habe man mit einem doppelten Problem zu
kämpfen: Einerseits müsse man das große Defizit, das man aus der
Vergangenheit übernommen habe, eindämmen, andererseits brauche man
eine nachhaltige Entwicklungsperspektive. „Bei diesem schwierigen
Versuch“, so der griechische Premier wörtlich, seien die Bürger die
„Hauptakteure“. Diese forderten auf allen Ebenen Veränderungen und
Reformen. Prognose der EU-Kommission zur Wirtschaft
Griechenland/Athen. Die Wirtschaftslage in Griechenland soll sich
nach Einschätzung der EU-Kommission in Brüssel in den beiden
kommenden Jahren nicht grundlegend ändern. In ihrem jüngsten
Bericht geht die Kommission davon aus, daß das griechische
Haushaltsdefizit in diesem Jahr bei 4,5 Prozent und im kommenden
Jahr bei 4,4 Prozent liegen wird. Nicht einbezogen wurden in diese
Berechnungen die jüngsten Steuererhöhungen, die den öffentlichen
Haushalt weiter entlasten sollen. Das Wirtschaftswachstum in
Griechenland wird den Prognosen zufolge in diesem Jahr bei 2,9 und
im kommenden Jahr bei 3,1 Prozent liegen. Die Arbeitslosigkeit soll
Ende 2005 10,5 Prozent betragen und im kommenden Jahr geringfügig
auf 10,3 Prozent reduziert werden. Das Wetter Griechenland/Athen.
Richtig frühlingshafte Temperaturen wollen sich heute in
Griechenland noch nicht einstellen. Die Quecksilbersäule bewegt
sich im Athener Stadtzentrum nur zwischen 7 und 16 Grad Celsius –
geringfügig kühler als gestern. Das Wetter ist aber dennoch heiter
und nur hin und wieder bilden sich dichtere Wolkenfelder. Stärkere
Bewölkung wird nur im Westen Griechenlands erwartet. Die Winde
wehen mit mäßiger Stärke aus Nord beziehungsweise Nordost. Kultur-
und Ausgehtipps für Athen (5.4.05) Griechenland/Athen. Das Athener
Mégaron Moussikís Musik hat heute abend Musik auf dem Programm, die
im sog. Dritten Reich verboten war. Es spielt das
Kameráta-Orchester unter dem griechischen Dirigenten Aléxandros
Myrát. Solistin ist Mata Katsoúli. Der Eintritt kostet 15
beziehungsweise 25 Euro. Operettenfreunde sollten heute und morgen
abend einen Besuch in der Ethnikí Lyrikí Skiní, in der Griechischen
Staatsoper, einplanen. Dort präsentiert man das Werk von Johann
Strauß „Die Fledermaus“. Dirigiert wird die Operette Leonídas
Xanthópoulos und Vyron Symeonídis. Die Operette wird im April noch
fünfmal aufgeführt. Lieder, die der griechische Komponist Manos
Chatzidákis für das Theater geschrieben hat, interpretieren heute
abend im „Trianon“ Anna Alexopoúlou, Spyros Sakkás und Jorgos
Kouroupós am Klavier. Nach der Gesangsdarbietung wird der Film
„Bluthochzeit“ des spanischen Regisseurs Carlos Saura aus dem Jahre
1981 gezeigt. Das meistgespielte und wohl bekannteste Musical der
Welt wird nach wie vor in der olympischen Badminton-Halle in Goudí
aufgeführt. Es handelt sich um „Cats“ von Andrew Lloyd Webber. Der
Eintritt kostet zwischen 30 und 65 Euro. Die Gruppe „Marakesch“
sorgt heute abend im „Alli Ochthi“ für Stimmung. Das Ensemble wird
Melodien aus dem Mittelmeerraum zum besten geben. Das Lokal
befindet sich in der Artémonos-Straße 9 im Athener Vorort Neos
Kosmos. Im „Barakai tou Vassíli“ stehen heute abend Vassílis
Rakópoulos und Haig Jasitzián auf der Bühne. Anhänger des Jazz und
Blues kommen heute abend im Paráfono in der Asklipíou-Straße auf
ihre Rechnung. Dort sorgt das Belleville Duet für Stimmung. Und
noch ein Blick in die Galerien: Werke des Franzosen Lionel Estev
werden ab Donnerstag in der Galerie „Eliádes“ gezeigt. Der Künstler
verbindet unterschiedlichste Materialien. Die Galerie befindet sich
in der Eptachálkou-Straße 11 in Psyrrí. Die Ausstellung dauert bis
zum 14. Mai. Ein Tip für morgen: Das Megaron Moussikis hat am
Mittwoch ein Klavierkonzert von Chará Iakovídou auf dem Spielplan.
Die Pianistin interpretiert Werke von Joseph Haydn, Franz Liszt,
Alban Berg und Johannes Brahms. Der Eintritt kostet zwischen 12 und
20 Euro. In der evangelischen Kirche in der Sina-Straße 66 wird
morgen um 20.30 Uhr die Kunst der Fuge vorgeführt. Werke von Johann
Sebastian Bach spielen der belgische Organist Joris Lesenne uind
der Cembalist Gerássimos Andreas Choídas.