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HellasProducts-Tagesthemen (13.4.05): Türkeibesuch von Außenminister Molyviatis von militärischen Aktionen überschattet + Berufungsverhandlung gegen Haderer in Athen + Vorschlag zur Lösung der Namensfrage: „gute Verhandlungsbasis“ + Wetter + K

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Griechenland/Athen. Der zweitägige Besuch des griechischen Außenministers Petros Molyviatis in der Türkei, der gestern begann, war überschattet von einer Reihe von Verletzungen des griechischen Luftraumes sowie der Hoheitsgewässer durch türkisches Militär. Während Molyviatis und sein Amtskollege Abdullah Gül in Ankara über vertrauensbildende Maßnahmen sprachen, flogen türkische Jäger in der Nähe der Felseninseln Imia mehrere Einsätze, außerdem waren zwei Schiffe der griechischen Küstenwache in der Region aktiv, eines der beiden Schiffe drehte nach 27stündiger Präsenz erst heute Vormittag in heimische Gewässer ab. Molyviatis und Gül verständigten sich trotz dieser Vorfälle über die Einrichtung einer Direkt-Leitung zwischen den Stäben der Luftwaffe Griechenlands und der Türkei, um Zwischenfälle in der Ägäis zu vermeiden. Außerdem beschloss man drei vertrauensbildende Maßnahmen.
Weitere Gesprächsthemen waren der europäische Kurs der Türkei, die Lösung des Zypernproblems sowie die Entwicklungen in der angrenzenden Region. Während einer gemeinsamen Pressekonferenz stellten beide Politiker fest, dass sowohl in Athen als auch in Ankara der Wunsch für einen bilateralen Dialog bestehe. Der Gast aus Griechenland bemerkte, dass die Verbesserung der Beziehungen mit einigen militärischen Aktivitäten in der Ägäis einhergehen müsse, die – so der Minister wörtlich – „das Klima zwischen unseren Ländern negativ beeinflussen“. Heute hat der griechische Außenminister ein Treffen mit dem türkischen Premier Recep Tayyip Erdogan. Berufungsverhandlung gegen den österreichischen Karikaturisten Haderer in Athen Griechenland/Athen. Der österreichische Karikaturist Gerhard Haderer ist am 18. Januar 2005 in Athen wegen angeblicher Religionslästerung in Abwesenheit zu sechs Monaten Haft verurteilt worden. Stein des Anstoßes ist Haderers Karikaturen-Band "Das Leben des Jesus". Heute nun findet in der griechischen Hauptstadt die Berufungsverhandlung statt. Ein Sprecher des Athener Erzbistums teilte heute Vormittag mit, dass das Urteil gegen Haderer nach Ansicht der Kirche korrekt gewesen sei. UNO-Vorschlag zur Lösung der Namensfrage ist für Athen eine „gute Verhandlungsbasis“ Griechenland/Athen. Um die europäischen Partner über die griechischen Positionen zur Lösung der Namensfrage mit der früheren jugoslawischen Republik Mazedonien (Kurzbezeichnung: FYROM) zu informieren, kündigte der Staatssekretär im griechischen Außenministerium, Jannis Valinakis, Besuche in mehreren Hauptstädten Europas an. Der Vorschlag von UNO-Vermittler Matthew Niemetz sei eine gute Verhandlungsbasis, aber noch nicht die endgültige Lösung, so der stellvertretende griechische Regierungssprecher Evangelos Antonaros. Die Hoffnung, dass Griechenland und die FYROM eine Lösung in der Namensfrage finden, brachte auch der Europaverantwortliche für die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik, Javier Solana, zum Ausdruck. Vorangegangen war ein Treffen mit dem Premier der FYROM, Vlado Butskovski, gestern in Brüssel. Das Wetter Griechenland/Athen. Im Norden und Westen Griechenlands kann es heute zu lokalen Gewittern und Regenfällen kommen. Ansonsten dominiert heiteres Wetter. Im Laufe des Tages wird jedoch eine Wetterverschlechterung eintreten. Im Großraum Athen wehen schwache bis mäßige Südwinde; der Himmel über Athen ist leicht bewölkt. Gegen Nachmittag und Abend werden sich die Wolken jedoch verdichten und Niederschläge sind nicht ausgeschlossen. Die Quecksilbersäule klettert heute im Stadtzentrum auf 19 Grad Celsius. Für morgen erwarten die Meteorologen anfangs unbeständiges Wetter, das sich jedoch schnell wieder bessern soll. Kultur- und Ausgehtipps für Athen (13.4.05) Griechenland/Athen. Die griechische Malerin Christina Kókkou zeigt seit heute ihre neuen Arbeiten in der Galerie „Ersi“ in der Kleoménous-Straße 4 in Dexamení (Athen). Die Ausstellung steht unter dem Titel „Love Letters“ und dauert bis zum 23. April. Im Goethe-Institut Athen wird noch bis 23. April eine Ausstellung unter dem Titel „East Side Gallery – Berliner Graffiti im Zeichen der Wende“ gezeigt. Geöffnet ist die Ausstellung von Montag bis Donnerstag von 9 bis 21 Uhr; am Freitag von 9 bis 19 Uhr und am Samstag von 9 bis 13 Uhr. Im Neuen Benaki-Museum in der Piräós-Straße 138 in Athen ist seit dieser Woche der deutsche Künstler Gerd Knäpper zu Gast. Er zeigt in der Schau seine Keramik-Arbeiten. Die Ausstellung ist von Montag bis Sonntag von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Die Ausstellung dauert bis zum 28. Mai. Im Athener Goethe-Institut in der Omírou-Straße wird heute wieder diskutiert. Unter dem Titel „Fokus Medienrecht - Aktuelle Herausforderungen der Presse- und Medienfreiheit in Europa“ startet eine Veranstaltung um 19.00 Uhr. Die Diskussion leitet Professor Dr. Ioannis Karakóstas. Und nun zur Musik Im Athener Megaron Moussikís steht heute Abend ein Konzert mit dem Kamerata-Orchester unter dem Dirigenten Philippe Entremont auf dem Programm. Am Klavier sitzt Jannis Vakarélis Der Eintritt kostet zwischen 11 und 40 Euro. Liebhaber der Kirchenmusik sollten heute um 19.30 Uhr die Anglikanische Kirche am Syntágma-Platz in Athen besuchen. Dort wird Terence Charlston auf der Orgel spielen. Lieder aus dem östlichen Mittelmeerraum stehen heute im Mittelpunkt eines Konzertes von Manos Koutsangelídis im „Alli óchthi“. Das Lokal befindet sich in der Artémonos-Straße 9 im Athener Vorort Neos Kosmos. Im „Odeíon Filíppos Nákkas“ in der Athener Ippokrátous-Straße steht heute Abend das Cello-Quartett „Lidar“ auf der Bühne. Das Konzert beginnt um 20.30 Uhr. Rock- und Funk-Klänge werden heute Abend im „Ston Aéra“ auf dem zentralen Platz im westlichen Athener Vorort Petroupolis erklingen. Für heiße Rhythmen wird dort die Gruppe Balance sorgen. Wie fast jede Woche hat auch heute das „Palenque“ in Athen wieder eine Latin Fiesta auf dem Programm. Als Dj fungiert der Grieche Vassílis Stamatíou. Flamenco-Rhythmen hat bis Sonntag das „Kafethéatro“ in der Kodriktónos-Straße in der griechischen Hauptstadt auf dem Programm. Es spielt Jorgos Kontojánnis. Das meistgespielte und wohl bekannteste Musical der Welt wird noch bis zum 24. April in der olympischen Badminton-Halle im Athener Stadtteil Goudí aufgeführt. Es handelt sich um „Cats“ von Andrew Lloyd Webber. Der Eintritt kostet zwischen 30 und 65 Euro.
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