Griechenland/Athen. Ins Schussfeld der Kritik von Opposition und
Gewerkschaften geriet ein Regierungsbeschluss bezüglich des
Charakters des 1. Mai. Vor Ostern hatten Regierungskreise den 11.
Mai zu einem offiziellen Feiertag erklärt.
Da das österliche
Auferstehungsfest mit dem 1. Mai zusammenfiel, wurde der Tag der
Arbeit auf den 11. Mai verlegt. Gestern hieß es jedoch in einem
gemeinsamen Rundschreiben des Innen- und Arbeitsministeriums, dass
der 11. Mai normaler Arbeitstag sein wird – sowohl für den
öffentlichen als auch für den privaten Sektor. Gleichzeitig werden
den Staatsangestellten „Erleichterungen“ zugesagt, um an den
Mai-Feierlichkeiten teilnehmen zu können, ohne Lohneinbußen
hinnehmen zu müssen. Sogar die regierungsnahe Gewerkschaft DAKE
sprach in diesem Zusammenhang von einer Trennung der Arbeiter und
Angestellten in Patrizier und Plebejer. Die sozialisitische
Opposition warf der Regierung einen Mangel an Koordination sowie
fehlenden Respekt vor den Werktätigen vor. Als Reaktion auf den
Regierungsbeschluss rief der Gewerkschaftsbund GSEE für den 11. Mai
zu einem 24stündigen Generalstreik auf. Probleme im Flugverkehr
wegen Fluglotsenstreik Griechenland/Athen. Nicht nur morgen Samstag
– wie ursprünglich angekündigt -, sondern bereits heute müssen
Flugpassagiere auf den griechischen Flughäfen mit Problemen
rechnen. Grund dafür ist die überraschend auch für heute zwischen
12 und 16 Uhr ausgerufene Arbeitsniederlegeung der Fluglotsen. In
erster Linie sind die Flüge der Fluggesellschaften Olympic Airlines
und Aegean Airlines betroffen. Pressemeldungen zufolge sollen die
Fluglotsen nicht nur institutionelle Forderungen haben, sondern
auch saftige Lohnerhöhungen anstreben. Das Wetter Vom Mai heißt es,
dass er zwei Gesichter habe. Das bestätigt sich auch hinsichtlich
des Wetters. Vor allem im Westen und Norden des Landes kommt es
heute zu Regenfällen. Die übrigen Landesgebiete bleiben hingegen
von Niederschlägen verschont; die Bewölkung wird sich jedoch fast
überall im Laufe des Tages verdichten. Gleichzeitig liegen die
Temperaturen jedoch auf recht hohem Niveau. Auch im Großraum Athen
werden sich die Wolken im Laufe des Tages verdichten. Die
Quecksilbersäule erreicht heute im Stadtzentrum 29 Grad Celsius.
Die Winde wehen schwach aus westlicher Richtung. Auch für morgen
sagen die Meteorologen keine Wetterbesserung voraus. Regenfälle und
Gewitter werden vor allem im Westen und Norden des Landes
auftreten. Informationen zur Kultur Auf der Bühne der Ethnikí
Lyrikí Skiní hat heute abend „Der Barbier von Sevilla“ Premiere.
Dabei handelt es sich um eine Oper von Gioacchino Rossini. Dirigent
der Aufführung ist Chrýsanthos Alisáfis. Die Oper steht auch am
Samstag und am Sonntag auf dem Spielplan. Im Megaron Moussikís wird
am Sonntagmorgen Beatles-Musik – auch tänzerisch - präsentiert. Die
Regie führt Dimítris Dáktylas; die Choreographie stammt von Vásso
Tiliopoúlou. Die Vorstellung beginnt um 11.30 Uhr. Der Eintritt
kostet 12 Euro. Das Kunstzentrum Chalándri wartet am Sonntag mit
einem Marionettentheater auf. Gespielt wird „Der Schwanensee“. Für
die Regie zeichnet Kármen Rouggéri verantwortlich. Die
Vorstellungen beginnen um 11 beziehungsweise 15 Uhr. Das
Kunstzentrum befindet sich in der Garýtou-Straße 53. Die legendäre
griechische Gruppe „Socrates Drank The Conium“ spielt heute im
„Rodon“ in der Márni-Straße auf. Am Sonntag steht die griechische
Gruppe Diáfana Krína auf der Bühne. Heiße Low Bap-Rhythmen mit der
Gruppe „Pyrováti“ kredenzt den Besuchern heute abend das „Ston
Aéra“ am zentralen Platz von Petroúpolis. Am Samstag werden im
selben Lokal gleich drei Bands mit Rock für Stimmung sorgen: die
Film, Delightful und Menta. Am Sonntag dann sind die Péra ap to
Chróno, Walls of Mystery und Sepia an der Reihe. Griechische Musik
hingegen gibt es im „Syrmós“ im Stadtteil Metaxourgíon. Dort steht
mit Jannis Charoulis auf der Bühne. Und nun ein Blick in die
Galerien: Eine interessante Schau mit alten Karten und Stichen von
Kreta wird derzeit im Mégaron Eynárdou, der Kulturstiftung der
Nationalbank, präsentiert. Der Titel der Ausstellung lautet „Cabdia
– Creta Kríti“ und sie umfaßt Aberiten vom 16. bis zum 18.
Jahrhundert. Die ausgestellten Objekte stammen aus staatlichen und
privaten Sammlungen. Geöffnet bleibt die Ausstellung bi zum 20.
November. Das Megaron Eynárdou befindet sich in der Agíou
Konstantínou-Straße 20. Im Neuen Benaki-Museum in der Piräós-Straße
138 ist seit kurzem der deutsche Künstler Gerd Knäpper zu Gast. Er
zeigt in der Schau seine Keramik-Arbeiten. Die Ausstellung ist von
Montag bis Sonntag von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Die Ausstellung
dauert bis zum 28. Mai. Ebenfalls im Benáki-Museum wird derzeit
eine wunderschöne Ausstellung gezeigt. Sie trägt den Titel „Von der
Renaissance bis zur Industriezeit - Werkzeuge aus der Sammlung von
Luigi Nessi und dem Musée international d´horlogerie, La
Chaux-de-Fonds.“ Die Ausstellung bleibt bis zum 10. Juni geöffnet.
Im Megaron Moussikis läuft derzeit eine Ausstellung mit 200 Fotos
von 20 ausländischen und griechischen Modefotografen. Die
Ausstellung trägt den Titel: „Foto und Mode“. Die Schau dauert nur
noch bis morgen.