Auf rund 1,5 Mrd. Euro werden sich die Kosten für das jüngst
ausgehandelte Programm zum Freiwilligen Ausscheiden von
Mitarbeitern aus der staatlichen Fernmeldeanstalt OTE belaufen.
Wirtschafts- und Finanzminister Jorgos Alogoskoufis führte dazu
aus, dass der griechische Staat zunächst 4 Prozent der OTE-Aktien
im Wert von 290 Mio. Euro zur Verfügung stellen wird. Der
Löwenanteil der Kosten wird von OTE selbst aufgebracht werden.
Mit
diesen Gelder sollen rund 6.000 OTE-Angestellte freiwillig aus dem
Betrieb ausscheiden. Der Staatshaushalt und der Steuerzahler, so
Minister Alogoskoufis, würden durch diese Regelung nicht belastet.
Das Modell der OTE sei auch für andere staatliche Betriebe ein
Vorbild. Scharf kritisiert wurde die getroffene Vereinbarung vom
Präsidenten des Gewerkschaftsbundes GSEE, Christos Polyzogopoulos.
Papandreou kritisiert OTE-Abfindungs-Modell Vor Anhängern seiner
Partei in Ioannina kritisierte PASOK-Präsident Jorgos Papandreou
das Modell der Regierung für die Frühpensionierung von Angestellten
im staatlichen Sektor. Die Regierung, so Papandreou wörtlich, werde
mit ihren Methoden schnell das staatliche Vermögen „verschleudern“.
Einziges Ziel sei es offenbar, die „Löcher, die durch schlechte
Verwaltung entstanden“ seien, notdürftig zu stopfen. Papandreou
schlussfolgerte, dass die Tage der Regierung gezählt seien. Die
PASOK werde schon bald die Regierungsgeschäfte übernehmen, und „das
Volk nicht mehr hinters Licht führen“, so der PASOK-Chef wörtlich.
Neuer Patriarch von Jerusalem gewählt Als Nachfolger des
Patriarchen von Jerusalem, Irinäos, wurde gestern der Metropolit
von Petras, Kornilios, von der Heiligen Synode des Patriarchats von
Jerusalem gewählt. Irinäos, der in der vorigen Woche von einem
Gesamtorthodoxen Kirchengipfel im Ökumenischen Patriarchat von
Konstantinopel abberufen worden war, erklärte die Wahl von
Kornilios als illegal. Über einen Sprecher ließ er wissen, dass er
diese Wahl nicht anerkenne. Die Rückgabe seines von der
griechischen Regierung ausgestellten Diplomatenpasses verweigerte
Irinäos. Das Wetter Lokale Regenfälle sowie sporadische Gewitter in
den Abendstunden und vor allem auf dem Festland: Das sind die
Hauptmerkmale des heutigen Wetters. Die Sonne kommt trotzdem immer
wieder durch. Auch im Großraum Athen sind lokale Gewitter und
Regenfälle gegen die Nachmittags- und Abendstunden nicht
ausgeschlossen. Es kommt aber auch zu längeren sonnigen
Abschnitten. Die Winde wehen schwach bis mäßig aus westlicher
Richtung. Im Stadtzentrum bewegt sich die Quecksilbersäule heute
zwischen 18 und 28 Grad Celsius. Für morgen erwarten die
Meteorologen ebenfalls unbeständiges Wetter. Kultur- und
Ausgehtipps für Athen Das Mégaron Moussikís lädt heute Abend zu
einem „Frühlingskonzert“. Auf der Bühne stehen das
Symphonieorchester und der Chor der Stadt Athen. Präsentiert werden
Werke von Nikos Skalkóttas, Wolfgang Amadeus Mozart und Igor
Stravinsky. Dirigent des Konzerts ist Níkos Christodoúlou. Alle
Fans von Jorgos Daláras sollten sich so schnell wie möglich mit
einem Ticket versorgen. Der im In- und Ausland bekannte Sänger
tritt heute und morgen im Herodes Attikus Theater auf. Mit ihm
singt Dulce Pontes. Die beiden werden unterschiedliche Musikgenres
interpretieren. Dazu gehören Balladen, Fado, Blues, Flamenco und
Rembetika. Am Klavier werden Dalaras und Pontes von Stéfanos
Korkolís begleitet. Jazzfreunde aufgepasst! Heute beginnt hier im
Technópolis, auf dem Gelände des ehemaligen Gaswerks, das fünfte
europäische Jazzfestival. Bis zum 5. Juni werden 18 Formationen aus
zahlreichen Ländern Europas auftreten. Heute stehen unter anderem
die Gruppe Jazz Upstairs Big Band und das Bernardo Sassetti Trio
auf der Bühne. Letzte Woche für „Chicago“ Nach „Cats“ holte Athen
ein weiteres weltbekanntes Musical in der Hauptstadt. Es handelt
sich um „Chicago“ von Bob Foss. Die Veranstaltungen finden in der
Athinón Arena in der Piräos-Straße 166 statt und dauern nur noch
bis zum 5. Juni. Noch ein Blick in die Galerien Eröffnet wir heute
Abend eine Keramik-Ausstellung von Monique Mailloux und Stélios
Gikas in der Galerie „Millefiori Art Space“. Die Galerie befindet
sich in der Charítou-Straße. Die Ausstellung dauert bis zum 30.
Juni. Unter dem Titel „Meine Bilder“ stellt ab heute der Maler
Jannis Adamákis seines neusten Arbeiten in der Galerie
„Zoumbouláki“ in Kolonáki aus. Die Ausstellung dauert bis zum 2.
Juli. Ebenfalls im Benáki-Museum wird derzeit eine wunderschöne
Ausstellung gezeigt. Sie trägt den Titel „Von der Renaissance bis
zur Industriezeit - Werkzeuge aus der Sammlung von Luigi Nessi und
dem Musée international d´horlogerie, La Chaux-de-Fonds.“ Die
Ausstellung bleibt noch bis zum 10. Juni geöffnet. Seit kurzem
präsentiert das Goethe-Institut in der Omirou-Straße eine neue
Ausstellung. Gezeigt werden Graffitis, Objekte und Zeichnungen von
Carpe Diem und Maclaim. Im Rahmenprogramm gibt es Live-Videos von
Graffiti-Aktionen. Die Ausstellung ist Montag bis Donnerstag von 9
bis 21 Uhr, Freitag von 9 bis 19 Uhr und Samstag von 9 bis 13 Uhr
geöffnet. Die Ausstellung dauert bis zum 31. Juni.