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HellasProducts-Tagesthemen (6.6.05): 40.000 Tonnen Müll auf den Straßen Athens + Regierung im Clinch mit Bankengewerkschaft + Parteiinterne Wahlen bei PASOK + Disput in der PASOK + Mangel an Organspendern + Griechen leiden unter Arbeitsstress + Fussball +

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Serie von Brandanschlägen Griechenland/Athen. Seit vergangenen Dienstag türmen sich in den Straßen Athens riesige Müllberge. Grund dafür ist der Beschluss der Kommunalen Selbstverwaltung West-Attika, die Mülldeponie in Ano Lióssia zu schließen. Die dortigen Gemeinden wollen damit verhindern, dass der Klärschlamm der Kläranlage von Psyttáleia im Saronischen Golf in Ano Liossia gelagert wird. Eine solche Entscheidung hatte vor einigen Tagen Bau- und Umweltminister Jorgos Soufliás bekannt gegeben.
Um eine Lösung zu finden, treffen sich heute alle involvierten Parteien mit der Staatsanwaltschaft des Oberlandesgerichtes Athen. Die Müllberge stellen in Verbindung mit den hohen Temperaturen bereits eine Gefahr für die Gesundheit der Hauptstadtbewohner dar. Athens Bürgermeisterin Dora Bakojanni forderte heute sogar ein Einschreiten des Militärs, damit die Mülldeponie in Ano Lióssia wieder geöffnet werden könne. Regierung im Clinch mit Bankengewerkschaft Griechenland/Athen. Angesichts der anstehenden Reform des Rentensystems beharrt die Regierung auf ihrem harten Kurs gegenüber den Gewerkschaften der Banken. Sollten sich Banken und Gewerkschaften bis zum 10. Juni nicht über die Bedingungen zur Schaffung eines bankenweiten Rentenfonds einigen können, werde man – so die Regierung – eine eigene Lösung im Parlament verabschieden. "Die Regierung will die Finanzierung des Rentenfonds auf unserem Rücken durchführen", sagte dazu der Präsident der Gewerkschaft der Bankangestellten, Dimitris Tsoukalás. Als Protest gegen das Regierungsultimatum bleiben morgen und übermorgen die Banken geschlossen. Parteiinterne Wahlen bei PASOK Griechenland/Athen. Am Sonntag wählte die sozialistische PASOK-Partei landesweit ihre neuen Organe für die Präfekturen und Gemeinden. Insgesamt beteiligten sich an den Wahlen etwa 200.000 PASOK-Mitglieder. Nach Aussagen von Parteisekretärin Marilísa Xenojannakopoúlou werde der Grad der Erneuerung bei den Funktionären 75 Prozent erreichen. Disput in der PASOK Griechenland/Athen. Alle neu Eingestellten im weiteren öffentlichen Bereich sollten künftig keinen Beamtenstatus mehr erhalten. Diese Ansicht vertrat Ex-PASOK-Minister Michalis Chryssochoidis in einem Interview mit der Zeitung „To Vima“. Parteiintern wurde die Haltung von Chryssochoídis teilweise kritisiert. Parteichef Jorgos Papandréou wies jedoch die Ansichten seines Parteifreundes nicht zurück. Mangel an Organspendern Griechenland/Athen. Das Problem fehlender Organspender in Griechenland verdeutlichte der Tod eines 12jährigen Jungen aus Rhodos. Das Kind verstarb am Sonntag in Onássion-Krankenhaus. Er hatte 14 Monate vergeblich auf ein Herztransplantat gewartet. Griechenland liegt bezüglich der Anzahl der Organspender innerhalb Europas an letzter Stelle. Serie von Brandanschlägen mit erheblichem Sachschaden Griechenland/Athen. Sieben zerstörte Verkehrsüberwachsungskameras, zwei Bankfilialen mit Sachschäden, ein Anschlag auf das Gebäude einer Spezialfirma für Überwachungskameras sowie ein zerstörtes Polizeifahrzeug: Das ist die Bilanz, die unbekannte Brandtstifter am vergangenen Wochenende innerhalb von 48 Stunden verursachten. Angekündigt worden war die Anschlagserie durch ein Telefonat bei der Tageszeitung „Eleftherotypia“. Der Unbekannte sprach eigenen Angaben zufolge im Namen der „Gruppe der Genossen“. Griechen leiden unter Arbeitsstress Griechenland/Athen. Die Griechen leben, um zu arbeiten und arbeiten nicht mehr, um zu leben. Das geht aus einer Studie unter dem Titel „Leben und Arbeiten in einem erweiterten Europa“ hervor, die heute in der Tageszeitung „Ta Nea“ veröffentlicht wird. 35 Prozent der befragten Griechen gaben an, dass der Arbeitsstress Probleme in den Familien- sowie Freundschaftsbeziehungen verursache. Außerdem sagten drei von zehn Griechen, dass sie mehr als 48 Stunden pro Woche arbeiten. Fußball: Das Zittern in der WM-Qualifikation geht weiter Griechenland/Athen. Das griechische Nationalteam kam am vergangenen Samstag im Auswärtsspiel gegen die Türkei über ein torloses Unentschieden nicht hinaus. Noch sind die Chancen auf eine WM-Teilnahme in Deutschland 2006 aber noch nicht verspielt. Am Mittwoch tritt das Team von Otto Rehhagel gegen den Gruppenersten Ukraine an. Sollten sich die Hellenen drei Punkte holen, haben sie den zweiten Platz fast sicher. Dann können die Griechen nach einem erfolgreichen Relegationsspiel noch die Reise nach Deutschland antreten. Und nun noch das Wetter Griechenland/Athen. Heute stellt sich nach langem Warten richtiges Sommerwetter ein. Getrübt wird die Lage nur durch einige Gewitter in den Abendstunden, vor allem auf dem Festland. Im Großraum Athen ist der Himmel fast durchgehend wolkenfrei. Nur ab den Nachmittagsstunden können sich – vor allem Norden – die Wolken verdichten. Lokale Gewitter sind nicht ausgeschlossen. Die Winde wehen schwach. Im Athener Zentrum bewegt sich die Quecksilbersäule heute zwischen 18 und 31 Grad Celsius. Das Ambiente Informationen zur Kultur Griechenland/Athen. Im Rahmen des Athener Festivals wird heute abend im Herodes Attikus Theater gemeinsam mit griechischen Künstlern eine „Musikalische Reise ins Mittelmeer“ veranstaltet. Es spielt das Kamerata-Orchester und das Orchester Patras unter der Leitung von Aléxandros Myrát. Die Einnahmen dienen einer Impfaktion für die Kinder der Dritten Welt. Der Eintritt kostet zwischen 24 und 80 Euro. Im Theater auf dem Lykabettos-Hügel engagieren sich heute griechische Künstler für den Verein zur Therapie von Drogenabhängigen. Unter den Musikern sind Pantelís Thalassinós, Christos Thiväos und Sotiría Leonárdou. Der Eintritt kostet 20 Euro. Im Dora Strátou Theater unterhalb des Filopápou-Hügels werden heute italienische Arien interpretiert. Es spielt das Ensemble „Da Camera delle Morche“ sowie der „Chor der Freunde moderner Musik“. Beginn der Veranstaltung ist 21 Uhr. Die bekannte griechische Pianistin Dora Bakopoúlou lädt heute in das Odeío Athinón zu einem Klavierabend. Die Veranstaltung beginnt um 20.30 Uhr; der Eintritt ist frei. Partystimmung gibt es wieder im Club 22 in der Vouliagmenis-Straße. Dort läuft das Zweite Summer in the City Festival. Der Eintritt kostet 9 Euro. Heute treten vier Gruppen auf: „On the road“, „BBQ“, „Stifunko“ und „Lagna“. Insgesamt dauert das Festival bis zum 14. Juni. Mehr als 50 griechische Gruppen werden im Rahmen des Festivals auftreten. Im Rahmen des vierten Tanzfestivals stehen heute im Theater „Emprós“ sowie im Theater „Argó“ Auftritte von zwei Truppen auf dem Programm. Teilnehmer sind das Ensemble „Griffon“ beziehungsweise die „Salvator Dance Company“. Und noch ein Ausstellungshinweis Heute Abend wird in der Galerie „Titanium“ eine Ausstellung mit Werken von Iléktra Tegopoúlou eröffnet. Wie eine Kunsthistorikerin bemerkt, schafft es die Künstlerin in ihren Arbeiten, alles „zu beleuchten“. Im Mittelpunkt der Werke stehen Landschaftsbilder. Die Ausstellung dauert bis zum 26. Juni
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