Serie von Brandanschlägen Griechenland/Athen. Seit vergangenen
Dienstag türmen sich in den Straßen Athens riesige Müllberge. Grund
dafür ist der Beschluss der Kommunalen Selbstverwaltung
West-Attika, die Mülldeponie in Ano Lióssia zu schließen. Die
dortigen Gemeinden wollen damit verhindern, dass der Klärschlamm
der Kläranlage von Psyttáleia im Saronischen Golf in Ano Liossia
gelagert wird. Eine solche Entscheidung hatte vor einigen Tagen
Bau- und Umweltminister Jorgos Soufliás bekannt gegeben.
Um eine
Lösung zu finden, treffen sich heute alle involvierten Parteien mit
der Staatsanwaltschaft des Oberlandesgerichtes Athen. Die Müllberge
stellen in Verbindung mit den hohen Temperaturen bereits eine
Gefahr für die Gesundheit der Hauptstadtbewohner dar. Athens
Bürgermeisterin Dora Bakojanni forderte heute sogar ein
Einschreiten des Militärs, damit die Mülldeponie in Ano Lióssia
wieder geöffnet werden könne. Regierung im Clinch mit
Bankengewerkschaft Griechenland/Athen. Angesichts der anstehenden
Reform des Rentensystems beharrt die Regierung auf ihrem harten
Kurs gegenüber den Gewerkschaften der Banken. Sollten sich Banken
und Gewerkschaften bis zum 10. Juni nicht über die Bedingungen zur
Schaffung eines bankenweiten Rentenfonds einigen können, werde man
– so die Regierung – eine eigene Lösung im Parlament verabschieden.
"Die Regierung will die Finanzierung des Rentenfonds auf unserem
Rücken durchführen", sagte dazu der Präsident der Gewerkschaft der
Bankangestellten, Dimitris Tsoukalás. Als Protest gegen das
Regierungsultimatum bleiben morgen und übermorgen die Banken
geschlossen. Parteiinterne Wahlen bei PASOK Griechenland/Athen. Am
Sonntag wählte die sozialistische PASOK-Partei landesweit ihre
neuen Organe für die Präfekturen und Gemeinden. Insgesamt
beteiligten sich an den Wahlen etwa 200.000 PASOK-Mitglieder. Nach
Aussagen von Parteisekretärin Marilísa Xenojannakopoúlou werde der
Grad der Erneuerung bei den Funktionären 75 Prozent erreichen.
Disput in der PASOK Griechenland/Athen. Alle neu Eingestellten im
weiteren öffentlichen Bereich sollten künftig keinen Beamtenstatus
mehr erhalten. Diese Ansicht vertrat Ex-PASOK-Minister Michalis
Chryssochoidis in einem Interview mit der Zeitung „To Vima“.
Parteiintern wurde die Haltung von Chryssochoídis teilweise
kritisiert. Parteichef Jorgos Papandréou wies jedoch die Ansichten
seines Parteifreundes nicht zurück. Mangel an Organspendern
Griechenland/Athen. Das Problem fehlender Organspender in
Griechenland verdeutlichte der Tod eines 12jährigen Jungen aus
Rhodos. Das Kind verstarb am Sonntag in Onássion-Krankenhaus. Er
hatte 14 Monate vergeblich auf ein Herztransplantat gewartet.
Griechenland liegt bezüglich der Anzahl der Organspender innerhalb
Europas an letzter Stelle. Serie von Brandanschlägen mit
erheblichem Sachschaden Griechenland/Athen. Sieben zerstörte
Verkehrsüberwachsungskameras, zwei Bankfilialen mit Sachschäden,
ein Anschlag auf das Gebäude einer Spezialfirma für
Überwachungskameras sowie ein zerstörtes Polizeifahrzeug: Das ist
die Bilanz, die unbekannte Brandtstifter am vergangenen Wochenende
innerhalb von 48 Stunden verursachten. Angekündigt worden war die
Anschlagserie durch ein Telefonat bei der Tageszeitung
„Eleftherotypia“. Der Unbekannte sprach eigenen Angaben zufolge im
Namen der „Gruppe der Genossen“. Griechen leiden unter
Arbeitsstress Griechenland/Athen. Die Griechen leben, um zu
arbeiten und arbeiten nicht mehr, um zu leben. Das geht aus einer
Studie unter dem Titel „Leben und Arbeiten in einem erweiterten
Europa“ hervor, die heute in der Tageszeitung „Ta Nea“
veröffentlicht wird. 35 Prozent der befragten Griechen gaben an,
dass der Arbeitsstress Probleme in den Familien- sowie
Freundschaftsbeziehungen verursache. Außerdem sagten drei von zehn
Griechen, dass sie mehr als 48 Stunden pro Woche arbeiten. Fußball:
Das Zittern in der WM-Qualifikation geht weiter Griechenland/Athen.
Das griechische Nationalteam kam am vergangenen Samstag im
Auswärtsspiel gegen die Türkei über ein torloses Unentschieden
nicht hinaus. Noch sind die Chancen auf eine WM-Teilnahme in
Deutschland 2006 aber noch nicht verspielt. Am Mittwoch tritt das
Team von Otto Rehhagel gegen den Gruppenersten Ukraine an. Sollten
sich die Hellenen drei Punkte holen, haben sie den zweiten Platz
fast sicher. Dann können die Griechen nach einem erfolgreichen
Relegationsspiel noch die Reise nach Deutschland antreten. Und nun
noch das Wetter Griechenland/Athen. Heute stellt sich nach langem
Warten richtiges Sommerwetter ein. Getrübt wird die Lage nur durch
einige Gewitter in den Abendstunden, vor allem auf dem Festland. Im
Großraum Athen ist der Himmel fast durchgehend wolkenfrei. Nur ab
den Nachmittagsstunden können sich – vor allem Norden – die Wolken
verdichten. Lokale Gewitter sind nicht ausgeschlossen. Die Winde
wehen schwach. Im Athener Zentrum bewegt sich die Quecksilbersäule
heute zwischen 18 und 31 Grad Celsius. Das Ambiente Informationen
zur Kultur Griechenland/Athen. Im Rahmen des Athener Festivals wird
heute abend im Herodes Attikus Theater gemeinsam mit griechischen
Künstlern eine „Musikalische Reise ins Mittelmeer“ veranstaltet. Es
spielt das Kamerata-Orchester und das Orchester Patras unter der
Leitung von Aléxandros Myrát. Die Einnahmen dienen einer Impfaktion
für die Kinder der Dritten Welt. Der Eintritt kostet zwischen 24
und 80 Euro. Im Theater auf dem Lykabettos-Hügel engagieren sich
heute griechische Künstler für den Verein zur Therapie von
Drogenabhängigen. Unter den Musikern sind Pantelís Thalassinós,
Christos Thiväos und Sotiría Leonárdou. Der Eintritt kostet 20
Euro. Im Dora Strátou Theater unterhalb des Filopápou-Hügels werden
heute italienische Arien interpretiert. Es spielt das Ensemble „Da
Camera delle Morche“ sowie der „Chor der Freunde moderner Musik“.
Beginn der Veranstaltung ist 21 Uhr. Die bekannte griechische
Pianistin Dora Bakopoúlou lädt heute in das Odeío Athinón zu einem
Klavierabend. Die Veranstaltung beginnt um 20.30 Uhr; der Eintritt
ist frei. Partystimmung gibt es wieder im Club 22 in der
Vouliagmenis-Straße. Dort läuft das Zweite Summer in the City
Festival. Der Eintritt kostet 9 Euro. Heute treten vier Gruppen
auf: „On the road“, „BBQ“, „Stifunko“ und „Lagna“. Insgesamt dauert
das Festival bis zum 14. Juni. Mehr als 50 griechische Gruppen
werden im Rahmen des Festivals auftreten. Im Rahmen des vierten
Tanzfestivals stehen heute im Theater „Emprós“ sowie im Theater
„Argó“ Auftritte von zwei Truppen auf dem Programm. Teilnehmer sind
das Ensemble „Griffon“ beziehungsweise die „Salvator Dance
Company“. Und noch ein Ausstellungshinweis Heute Abend wird in der
Galerie „Titanium“ eine Ausstellung mit Werken von Iléktra
Tegopoúlou eröffnet. Wie eine Kunsthistorikerin bemerkt, schafft es
die Künstlerin in ihren Arbeiten, alles „zu beleuchten“. Im
Mittelpunkt der Werke stehen Landschaftsbilder. Die Ausstellung
dauert bis zum 26. Juni