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HellasProducts-Tagesthemen (14.6.05): Brüssel interveniert gegen Finanzierungsmodell + 7,5 Prozent mehr Touristen + Ex-PASOK-Minister beriet sich mit Premier + Staatspräsident in Wien + Mysteriöser Tod in Altenheim + Prozess: „Samina-Tragödie“

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Die öffentliche Hand wird die soziale Zusatzkasse der Bankangestellten nicht unterstützen. Wie Wirtschafts- und Finanzminister Jorgos Alogoskoufis feststellte, müssten die Banken die Finanzierungslast allein tragen. Damit distanzierte sich Alogoskoufis von früheren Darstellungen, wonach die öffentliche Hand einen Teil der Kosten für die Sozialfonds übernehmen sollte. Hinter dem plötzlichen Meinungsumschwung verbergen sich Proteste der Wettbewerbskommission in Brüssel. Mit der Frage der Sozialversicherung für die Bankangestellten beschäftigt sich heute auch das Regierungskabinett.
Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, streiken die Bankangestellten bereits seit gestern. 7,5 Prozent mehr Touristen erwartet Eine Zunahme der Touristen um 7,5 Prozent auf 13,5 Millionen erwartet die Griechische Nationalbank für dieses Jahr. Für das kommende Jahr rechnen die Analysten gar mit 14 Mio. Ankünften. Ausschlaggebend für diese Zunahme der Touristen sei vor allem eine massive Werbkampagne. Außerdem habe sich auch die Durchführung der Olympischen Spiele positiv ausgewirkt. Ex-PASOK-Minister Arsenis beriet sich mit Premier Karamanlis Ein 45-minütiges Treffen hatte gestern Abend der frühere PASOK-Minister Gerassimos Arsenis mit Premier Kostas Karamanlis. Arsenis erklärte nach dem Treffen, dass er dem Premier einige „Überlegungen zur Kenntnis gebracht“ habe. Außerdem, so Arsenis habe er dem Premier einen „umfassenden Plan“ für künftige politische Entscheidungen vorgelegt. Er habe dabei auf „Ideen und Erfahrungen“ jener Länder zurückgegriffen, in denen er gelebt habe. Karamanlis habe insgesamt sehr positiv reagiert. Das Gerücht, dass er eventuell ein Amt in der Regierung der Nea Dimokratia anstreben könne, wurde von Arsenis umgehend dementiert. Übereinstimmende Positionen zwischen Athen und Wien Gemeinsame Positionen zur Frage der Europäischen Verfassung vertraten der griechische Staatspräsident Karolos Papoúlias und sein österreichischer Amtskollege Heinz Fischer. Papoúlias hält sich derzeit zu einem offiziellen Besuch in Wien auf. Er verwies darauf, dass das „Nein“ der Franzosen und Holländer sorgfältig analysiert werden müsse. Außerdem betonte das griechische Staatsoberhaupt, dass alle Reformen beim EU-Haushalt oder im wirtschaftlichen Bereich den sozial Schwachen zugute kommen müssten, damit die Konvergenz in der Union vorankomme. Schließlich hoben beide Staatsoberhäupter auch die gute Zusammenarbeit auf dem Balkan hervor. In Wien traf Papoulias auch mit dem österreichischen Bundeskanzler Wolfgang Schüssel zusammen. Mysteriöser Tod von fünf Senioren Der Tod von fünf älteren Menschen zwischen dem 2. und dem 10. Juni in einem Heim für Schwerstkranke beschäftigt derzeit die griechische Öffentlichkeit. Außerdem wurde in dem Heim bei 37 Angestellten und bei 55 Patienten eine Magenvergiftung registriert. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass eine verseuchte Partie Schinken, in der der Stoff Listeria festgestellt wurde, mit den fünf Todesfällen zusammenhängt. Das Gesundheitsministerium stellte jedoch klar, dass die fünf Patienten eines natürlichen Todes gestorben seien. Die Lebensmittelbehörde hat nun Untersuchungen bei den verdächtigen Schinkenprodukten begonnen. Die gefährliche Substanz Listeria kann unter Umständen einen Gehirnschlag auslösen. Die Samina-Tragödie wurde wieder lebendig Fast fünf Jahre nach dem tragischen Schiffsunglück vor der Kykladen-Insel Paros, bei der 81 Menschen ums Leben gekommen sind, wurden die schrecklichen Erinnerungen an das Unglück wieder wach. Derzeit läuft der Prozess gegen die verantwortliche Besatzung sowie gegen die Betreibergesellschaft der „Samina“-Fähre. Vor dem Gericht sagten fünf Überlebende des Schiffsunterganges aus. Alle Zeugen stellten übereinstimmend fest, dass ihnen von der Schiffsmannschaft nach der Kollision mit der Felseninsel Portes keinerlei Hilfe zuteil wurde. Weder seien über Lautsprecher Anleitungen gegeben worden noch habe die Crew Anweisungen erteilt, wie die Passagiere sich verhalten sollten. Nach dem Zusammenstoß mit der Felseninsel habe einzig Panik geherrscht, so die Zeugen. Und nun noch das Wetter Im gesamten Landesgebiet herrscht heute wieder heiteres Wetter. Die Temperaturen steigen weiter leicht an; vor allem auf den Ionischen Inseln und auf dem Festland. Gleichzeitig nehmen die Nordwinde an Stärke zu. Im Großraum Athen herrscht ebenfalls schönes Wetter, und am Himmel über Athen sind kaum Wolken zu sehen. Die Winde wehen schwach aus nördlicher Richtung; im Osten mäßig. Im Stadtzentrum bewegt sich die Quecksilbersäule heute zwischen 17 und 29 Grad Celsius. Auch für morgen sagen die Meteorologen unverändert schönes Wetter voraus. Das Ambiente Informationen zur Kultur Heute gibt es auf dem Lykabéttos-Hügel wieder griechische Musik zu hören. Im Mittelpunkt stehen die sogenannten Dimotiká-Lieder. Mit dabei sind unter anderem Jorgos Kóros, Tassía Véra und Marisa Koch. Umrahmt wird die musikalische Veranstaltung von Tanzgruppen. Der Eintritt ist frei. Im „Baraki tou Vassíli“ in Kolonaki hat heute Abend die Sängerin Alexandra einen Auftritt. Beginn der Veranstaltung ist 22.30 Uhr. Und noch einige Tipps für morgen: Morgen Mittwoch jährt sich zum 11. Mal der Todestag des einzigartigen griechischen Komponisten Mános Chatzidákis. Aus diesem Anlass gibt das Orchester der Farben ein Konzert im Megaron Moussikis. Gespielt werden ausschließlich Werke des Verstorbenen. Der Eintritt kostet zwischen 9 und 30 Euro. Im „Beach Volley Stadion“ in Faliro startet morgen ein Rock- und Popfestival mit griechischer und ausländischer Beteiligung. Morgen Mittwoch treten die Queens of the Stone Age mit Rock-Musik auf. In den kommenden Tagen folgen Megadeth am 17. Juni und am 18. Juni die legendäre deutsche Band Kraftwerk. Insgesamt dauert das Festival bis zum 13. Juli. Der Weltstar der Opernszene Placido Domingo wird morgen im Herodes-Attikus-Theater Ausschnitte aus Opern und Musicals singen. Mit ihm auf der Bühne steht Veronika Vilaroel; begleitet werden die beiden vom Staatsorchester von Thessaloniki. Der Eintritt kostet zwischen 70 und satteb 200 Euro. Und noch ein Blick in die Galerien Im Kunstsaal Athen, dem „Äthoussa Technis Athinón“, in Dexamení läuft derzeit eine einer Gruppenausstellung. Gezeigt werden unter dem Titel „Sommer 2005“ unter anderem Lithographien von Engonópoulos, Tsaroúchis und Stámos. Die Ausstellung dauert bis zum 15. September. In der Nationalpinakothek in der Vassiléos Konstantinou-Straße werden Werke des international bekannten griechischen Künstlers Loukás Samarás präsentiert. Die Ausstellung steht unter dem Titel „Abenteuer des Ich“. Die meisten der gezeigten Arbeiten stammen aus amerikanischen Museen. Die Ausstellung dauert bis zum 30. Juni. Der bekannte griechische Künstler Tákis stellt derzeit in der Galerie „Maihalákias Arts“ in Kifissiá aus. Die Ausstellung dauert bis zum 30. Juni. Zur Zeit läuft eine Keramik-Ausstellung von Monique Mailloux und Stélios Gikas in der Galerie „Millefiori Art Space“. Die Galerie befindet sich in der Charítou-Straße. Die Ausstellung dauert bis zum 30. Juni. Unter dem Titel „Meine Bilder“ stellt seit kurzem der Maler Jannis Adamákis seine neusten Arbeiten in der Galerie „Zoumbouláki“ in Kolonáki aus. Die Ausstellung dauert bis zum 2. Juli.
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