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HellasProducts-Tagesthema (24.6.05): Generalstreik in Griechenland legt das öffentliche Leben lahm

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Ein Generalstreik führte heute in Griechenland zu schweren Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens. Am Streik beteiligten sich sowohl der Gewerkschaftsbund GSEE als die Angestellten der staatlichen Betriebe (DEKO). Die Angestellten des öffentlichen Dienstes (ADEDY) legten ihre Arbeit für drei bzw. vier Stunden nieder. Dadurch, dass sich auch die Mitarbeiter des öffentlichen Nahverkehrs beteiligten, kam es vielerorts zu Verkehrschaos.
Angeschlossen hat sich dem Streik auch die griechische Eisenbahngesellschaft OSE; mehrere Zugverbindungen mussten gestrichen werden. Stornierungen gab es ebenfalls bei Olympic Airlines; gewährleistet wurde lediglich ein Flug pro Reiseziel. Insgesamt sollen rund 150 Flüge ausgefallen sein. Viele Urlauber mussten ihre Reisepläne deshalb verschieben. Geschlossen blieben die Frachthäfen des Landes. Die Hafenarbeiter haben noch mehrere 24-Stunden-Streiks bis zum 1. Juli angekündigt. Die staatlichen Krankenhäuser behandelten in der Zeit von 10.00 Uhr bis 13.00 lediglich Notfälle. Beteiligt an der Arbeitsniederlegung haben sich auch die Banken des Landes, die bereits seit über 10 Tagen bestreikt werden. Die Gewerkschaft der Bankangestellten OTOE kündigte für kommenden Montag und Dienstag eine Verlängerung des Streiks an. Aufgrund des Streiks verschob außerdem das Bildungsministerium die für heute angesetzten Deutschprüfungen um eine halbe Stunde. Angeschlossen haben sich dem Streik auch die Journalisten des Landes. Die kommunistische Gewerkschaft PAME führte um 10.00 Uhr auf dem Athener Kaningos Platz eine Kundgebung durch, 10.30 Uhr hatten GSEE und ADEDY eine weitere Versammlung am Athener Syntagmaplatz organisiert. Mit dem Generalstreik protestieren die Gewerkschafter gegen die Ziele der Regierung, Veränderungen am System der Sozialversicherung herbeizuführen sowie Privatisierungen staatlicher Unternehmen einzuleiten.
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