Griechenland/Athen. Die konservative Regierungspartei Nea
Demokratia würde bei derzeit stattfindenden Wahlen 2,7 Prozent mehr
an Stimmen erhalten als die große Oppositionspartei PASOK. Das
ergab eine Umfrage der KAPA Research, die am Sonntag in der
Wochenzeitung „To Vima“ veröffentlicht wurde. 36,8 Prozent der
Wähler würden sich zum jetzigen Zeitpunkt für die ND entscheiden,
34,1 Prozent für die PASOK; die Kommunistische Partei KKE erhielte
6,8 Prozent, die Linksallianz SYN 3,6 Prozent und die
rechtspopulistische LAOS 3,9 Prozent. Als geeigneteren
Ministerpräsidenten erachten 52 Prozent der Griechen den
amtierenden Premier Kostas Karamanlis; Oppositionsführer Jorgos
Papandreou kommt auf 37,4 Prozent.
Überhaupt oder eher nicht
zufrieden mit der Regierungsarbeit zeigen sich dennoch 60,2 Prozent
der Befagten. Noch schlechter sieht es jedoch für die PASOK aus.
Hier lautet der Wert 71,4 Prozent. Ursachen des Flugzeugunglücks
weiter unter der Lupe Griechenland/Athen. Erste schriftliche
Angaben über die Gründe des tragischen Flugzeugunglücks vor etwas
mehr als einer Woche nahe bei Athen enthält ein Schreiben an den
griechischen Transportminister Michalis Liapis. Der Vorsitzende des
Ausschusses für Unglückfälle Akrivos Tsolakis stellt darin fest,
dass es bei der Boeing 737 Probleme mit dem Kabinendruck gegeben
habe. Außerdem äußert er sich zu dem Umstand, dass Athen nicht mit
dem Flugzeug kommunizieren konnte. Es werde untersucht – so
Tsolakis – ob der Kommunikationsmechanismus auf der Frequenz von
Larnaka, von wo aus das Flugzeug gestartet war, verblieben sei. Der
zweite Voice Recorder des Unglücksflugzeugs, der in Paris
untersucht wird, enthält bisherigen Informationen zufolge keine
Gespräche zwischen den Piloten. Man höre nur das tiefe Atmen einer
Person, die Versuche, einen Notruf abzusenden sowie die
Alarmsignale des Flugzeugs. Bei dem Absturz der Boeing nahe Athens
am 14. August waren 121 Menschen ums Leben gekommen. Jerusalem hat
einen neuen Patriarchen Griechenland/Athen. In der
Auferstehungskirche in Jerusalem wurde heute Mittag der seit
Monaten vakante Thron des orthodoxen Patriarchen neu besetzt. Von
einem vierzehnköpfigen Gremium aus orthodoxen Geistlichen wurde
einstimmig der Metropolit Theophilos gewählt. In die engere Wahl
waren drei Metrolpoliten gekommen. Ein israelisches Gericht hat
unterdessen den Einspruch des früheren Patriarchen Iriniäos
abgelehnt. Iriniäus hatte gefordert, die Wahl des neuen
Kirchenoberhaupts von Jerusalem für ungültig zu erklären. Die Krise
im Patriarchat in Jerusalem war ausgebrochen, nachdem dubiose
Mitarbeiter von Iriniäus mit Geldunterschlagung, Rauschgifthandel
sowie auch mit Geheimdiensten in Zusammenhang gebracht worden
waren. Irinäus selbst soll ohne Wissen Dritter Grundstücke des
Patriarchats an Israel veräußert haben.