Straßensperrungen der Bauern lösen sich langsam auf Tagesthema

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Straßensperrungen der Bauern lösen sich langsam auf
Die Bauern des Landes, die seit über einer Woche die meisten Nationalstraßen des Landes gesperrt gehalten haben, lösen langsam ihre Protestkundgebungen auf. Inzwischen ist der Isthmus von Korith wieder für den Verkehr frei gegeben. Auch bei Tempoi in Nordgriechenland haben die meisten Bauern ihre Traktore abgezogen. Es ist allerdings nicht auszuschließen, dass einige Bauergruppierungen vor Ort bleiben. Für den morgigen Donnerstag wurden weitere Auflösungen von Blockaden in Nordgriechenland gemeldet.
et. Auf Kreta setzen die Bauern hingegen ihre Proteste fort.
Landwirtschaftsminister Sotiris Hatzgakis kündigte an, dass ein grundlegender Dialog mit den Bauern beginnen wird, sobald die Straßen für den Verkehr wieder freigegeben worden sind.  Die EU-Kommission bat die griechische Regierung darum, über die Lage bei den Straßenblockaden informiert zu werden. Das Bau und Umweltministerium kündigte an, dass das Land keine weiteren Straßensperrungen dulden werde. Während einer Kabinettssitzung hatte Außenministerin Dora Bakojanni gestern festgestellt: „Eine Beendigung der Blockaden durch die Bauern ist für die Sicherung eines unbehinderten Warenverkehrs unbedingt notwendig." Die Regierung habe alle finanziellen Möglichkeiten zur Unterstützung der Landwirte ausgeschöpft, werde aber ihre Bemühungen im Dialog fortsetzen. Der unbehinderte Warenfluss, so Bakojanni, müsse in jedem Fall garantiert werden. Das gelte nicht nur für Griechenland, sondern sei eine internationale Verpflichtung. Entwicklungsminister Kostis Chatzidakis betonte seinerseits, dass die Regierung für die Forderungen und Probleme der Bauern Verständnis habe. Diese sollten jedoch auch erkennen, dass die Regierung ihre Möglichkeiten ausgeschöpft habe. Der Sprecher der größten Oppositionspartei PASOK, Jorgos Papakonstantinou, stellte fest, dass seine Partei Straßenblockaden nicht unterstütze. Die Bauern hätten jedoch in den letzten Wochen demokratisch Entscheidungen gefällt, die man respektieren müsse. Von der ND-Regierung könne die Bauernschaft weder eine Lösung ihrer Probleme noch konstruktive Programme für die Zukunft erwarten, so Papakonstantinou.
Die Generalsekretärin der kommunistischen KKE, Aleka Papariga, rief die protestierenden Bauern dazu auf, auf ihren Forderungen zu beharren.
Bei einem Besuch auf der Insel Kreta brachte der Fraktionsführer der Linksallianz SYRIZA, Alekos Alavanos, ebenfalls seine Unterstützung für die Bauern zum Ausdruck. Äußerungen von Landwirtschaftsminister Sotiris Chatzigakis vom Montag seien „ein Aufruf gewesen, „die Mobilisierung fortzusetzen", so Alavanos. Die von der Regierung angekündigten Maßnahmen seien widersprüchlich; sie würden den Ursprung der Probleme einzig im Einkommen sehen. Alavanos wiederholte die Forderung seiner Partei, dass man langfristige Maßnahmen zur Stützung des Agrarsektors ergreifen müsse. (Griechenland Zeitung / eh/ts)

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