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Konträre Äußerungen vor dem Athen-Besuch der deutschen Bundeskanzlerin

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Alexis Tsipras, Vorsitzender von SYRIZA, Griechenlands größter Oppositionspartei, bezeichnete am Sonntag die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel als „die gefährlichste Politikerin für die Europäischen Völker“. In einem Interview gegenüber dem italienischen öffentlichen Sender „Rai Tre“ sagte der Linkspolitiker aus Athen, dass die bevorstehenden Europawahlen eine gute Gelegenheit böten, um die politischen Zusammenhänge in der Europäischen Union zu verändern. Weiterhin gab sich Tsipras sehr selbstbewusst, dass SYRIZA schon bald die Regierungsgeschäfte in Athen in die Hand nehmen werde. Dann werde er eine breite gesellschaftliche und politische Allianz für einen Ausweg aus den Sparprogrammen schaffen. Diese Allianz möchte Tsipras mit der Unterstützung Italiens, Spaniens und Portugals aufbauen.
Am Freitag dieser Woche wird Bundeskanzlerin Merkel Athen einen offiziellen Besuch in Griechenland abstatten. Ob sie sich dann mit Tsipras treffen wird, steht noch nicht fest. Wie die griechische Presse berichtet, habe Merkel ihre Bewunderung für den schwierigen Weg, den Griechenland absolviert hat, zum Ausdruck gebracht. Die Medien beziehen sich damit auf eine Feststellung des deutschen Regierungssprechers Steffen Seibert anlässlich des bevorstehenden Athen-Besuches der Kanzlerin. Der stellvertretende griechische Regierungschef Evangelos Venizelos sagte, dass der Besuch Merkels ein neues Kapitel für Griechenland eröffne. Dadurch werde die Rückkehr des Landes an die internationalen Märkte unterstützt.

(Griechenland Zeitung / eh)

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