Rettungsaktion für 700 Immigranten vor Griechenlands Insel Kreta Tagesthema

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Rettungsaktion für 700 Immigranten vor Griechenlands Insel Kreta

Das in Seenot geratene Frachtschiff „Baris“ (s. Foto) mit 700 Immigranten an Bord wird vermutlich am Mittwochmittag in Ierapetra auf Kreta eintreffen. In der Nacht von Montag auf Dienstag war es gegen 2.00 Uhr in internationalen Gewässern 20 bis 30 Seemeilen südöstlich vor der Küste Kretas havariert.

Das Frachtschiff, das unter der Flagge der Republik Kiribati fährt, war von der Afrikanischen Küste aus unterwegs. Ziel war vermutlich eines der EU-Länder am Mittelmeer.
Vor Ort herrschen Winde, die eine Stärke von 6 bis zu 9 erreichen, wodurch Wellen mit einer Höhe von zwei bis drei Metern aufgetürmt werden. Durch die schlechten Wetterbedingungen war die Rettungsaktion für die dafür zuständigen griechischen Hafenbehörden äußerst schwierig. Seit Dienstagnachmittag schleppt eine Fregatte der griechischen Kriegsmarine die „Baris“ Richtung Kreta ab. Begleitet wird das Unternehmen von vier Booten. Zudem sind zwei Hubschrauber der griechischen Marine in Alarmbereitschaft. Einige Medien berichten, dass sich auf dem Frachter angeblich auch bewaffnete Personen aufhalten würden.
In Alarmbereitschaft versetzt wurde auch die Gemeinde Ierapetra im Süden Kretas, wo die Immigranten empfangen werden sollen. Vor allem die Gesundheitsbehörden der Region sind mit entsprechenden Vorbereitungen beschäftigt. Sie werden den Immigranten Erste Hilfe leisten, aber auch wegen eventuell möglicher Ebola-Fälle die entsprechenden Kontrollen vornehmen.
(Griechenland Zeitung / eh, Foto: Eurokinissi)

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